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Umland Weinbauverband Sachsen hat neuen Vorstand gewählt
Region Umland Weinbauverband Sachsen hat neuen Vorstand gewählt
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12:23 03.05.2018
Felix Hößelbarth, Michael Thomas und Conrad Seifert (v.l.n.r.) wurden zum neuen Vorstand des Weinbauverbandes Sachsen gewählt. Quelle: Foto: Eckhard Kahle
Meissen

Der Weinbauverband Sachsen hat am Mittwochabend wie geplant einen neuen Vorstand gewählt. Vorsitzender ist Michael Thomas aus dem Marketing des Staatsweingutes Schloss Wackerbarth, sein Stellvertreter Felix Hößelbarth, Weinbauleiter und Kellermeister des Radebeuler Stadtweinguts Hoflößnitz. Hirschsteins Bürgermeister Conrad Seifert (CDU) komplettiert als Schatzmeister die Vorstandsriege. Es gab keine weiteren Bewerber.

Der bisherige Vorstand hatte Anfang April dieses Jahres das Handtuch geworfen (DNN berichteten). Anhaltende Querelen um die Gebietsweinprämierung, wiederholter Ärger bei der Wahl der Weinhoheiten und letztendlich der nie restlos aufgeklärte Einsatz unerlaubter Pflanzenschutzmittel frustrieren seit Jahren die sächsischen Winzer und Weinbauern. Hinzu kommen ständig wechselnde Vorschriften bei Förderung, Pflanzenschutz- und Lebensmittelrecht.

Der geplante Neuanfang scheint aber nur bedingt zu glücken: Mit Michael Thomas ist wieder einer der bisherigen, wenig erfolgreich agierenden Protagonisten dabei. Vor wenigen Wochen wollte Thomas die Frage nicht beantworten, ob alte Vorstände sich zur Wiederwahl stellen würden. Mit Felix Hößelbarth kümmert sich immerhin ein ausgebildeter Winzer um die Belange der von Negativschlagzeilen gebeutelten sächsischen Zunft. Der gebürtige Meißner Verwaltungswirt Conrad Seifert ist zumindest überregional in Weinfragen bisher nicht öffentlich in Erscheinung getreten, agiert im Verband nun als Schatzmeister auch eher im Hintergrund.

Die Gemeinde Hirschstein stand bis Mittwoch online nicht auf der Liste der Mitgliedskommunen des Weinbauverbandes. Die Ortschaft am linken Flussufer wird zu den Elbweindörfern rund um Diesbar-Seußlitz gezählt. Die bisherigen Vorstände, Hobbywinzer Lars Klitzsch sowie Weinbauer und Weinkellner Frederic Fourre, waren nicht wieder zur Wahl angetreten.

Zu den anstehenden Aufgaben gehört den Angaben zufolge unter anderem die Umsetzung der neuen deutschen Weinrechtsprechung im Freistaat und damit verbunden auch die Bildung einer Schutzgemeinschaft für die geschützte Herkunftsbezeichnung Sachsen. Zudem ist von einer professionellen Gebietsweinwerbung die Rede. Man wolle sich um hauptgewerbliche Weingüter ebenso kümmern, wie um die vielen Kleinwinzer in der Region. Der Weinbauverband Sachsen vertritt aber nur einen Teil der Winzerschaft. Etliche Weingüter lehnen eine Mitgliedschaft nach wie vor ab, da sie sich seit Jahren vom Verband nicht vertreten fühlen oder aber die Vorstände nicht für kompetent gehalten haben. Viele von ihnen sind allerdings auch ohne Verbandshilfe äußerst erfolgreich wirtschaftende Weingüter mit teilweise überregionaler Ausstrahlung.

Am Freitag, 4. Mai, stellen 18 Weingüter aus Sachsen bei der Großen Gemeinsamen Jungweinprobe der Anbaugebiete Saale-Unstrut und Sachsen ihre Weine vor. Turnusgemäß findet die Leistungsschau der mitteldeutschen Weinbauern in diesem Jahr in Freyburg an der Unstrut statt. Insgesamt können Besucher 231 Weine und 13 Sekte verkosten und dabei mehr als 30 Rebsorten entdecken. Riesling, Müller-Thurgau, Silvaner, Kerner und Spätburgunder sind die dominierenden Sorten bei der diesjährigen Jungweinprobe. Die Verkostung ist ab 14 Uhr für alle Weinfreunde offen.

Von Lars Müller

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