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Umland Weihe für neues Brustzentrum in Radebeul
Region Umland Weihe für neues Brustzentrum in Radebeul
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09:56 15.03.2019
Der Senologe Dr. Mario Marx vor dem neuen Brustzentrum des Elblandklinikums Radebeul, das am 15. März offiziell eingeweiht wird und im April in Betrieb geht. Quelle: Elblandkliniken/Norbert Millauer
Radebeul

15 Jahre geht er schon mit der Idee schwanger, Patienten in einem modernen Brustzentrum alles, wirklich alles, was an Behandlungen bei Brusterkrankungen möglich ist, tatsächlich anzubieten. Nun ist er seinem Traum ein großes Stück nähergekommen: Der fast 12 Millionen Euro teure neue Kliniktrakt an den Elblandkliniken in Radebeul, der neben einer modernen Notaufnahme das neue Brustzentrum beherbergt, wird an diesem Freitag offiziell eingeweiht. Im April geht er in Betrieb. Wir haben mit dem bundesweit bekannten Senologen Dr. Mario Marx gesprochen.

Herr Dr. Marx, am Freitag wird in den Radebeuler Eblandkliniken das neue Brustzentrum eingeweiht. Wie fühlen Sie sich?

Ich gehöre zu den glücklichen Menschen, denn nach 15 Jahren geht für mich ein Traum in Erfüllung. Er brauchte viel Leidenschaft, viel Unterstützung, aber vor allem Vertrauen. Das alles gab es hier: im Radebeuler Klinikum ebenso wie aus der Politik. Und das zeigt: Man kann hier in Sachsen etwas bewegen. Wenn Glück sich im Brustumfang niederschlagen würde, würde ich mit Doppel-D rumlaufen...

Was erhoffen Sie sich von der neuen Senologie-Station für Ihre Patienten?

Jede zehnte Frau erkrankt – statistisch gesehen – an Brustkrebs. Jeder gebührt eine umfassende Aufklärung über alle therapeutischen Möglichkeiten, die der modernen Medizin zur Verfügung stehen. Und die Auswahl der Lösung, die am besten für sie passt. Nichts weniger wollen wir leisten. Was wir hier gebaut haben und bis 2021 mit zwei weiteren neuen OP-Sälen vollenden, hebt Radebeul auf ein ganz neues Niveau medizinischer Möglichkeiten: hohe Effizienz, kurze Wege, mehr Qualität, mehr Quantität. Wir haben zudem hier am Standort eine exzellente radiologische Praxis und eine radiologische Klinik, die auf Brustdiagnostik spezialisiert ist. Zusätzlich profitieren Patienten davon, dass die Elblandkliniken im zertifizierten Brustzentrum Dresden mit der Uniklinik Dresden, dem St.-Joseph-Stift und dem Diakonissenkrankenhaus zusammenarbeiten.

Neubau für Elblandklinikum Radebeul

Der 12 Millionen Euro teure neue Westflügel des Elblandklinikums Radebeul hat eine Gesamtfläche von 5664 Quadratmetern.

Er beherbergt die neue Zentrale Notaufnahme sowie im ersten und zweiten Obergeschoss das neue Brustzentrum mit 22 Betten.

An den Kosten von zwölf Millionen Euro beteiligte sich der Freistaat mit drei Millionen, drei weitere Millionen kamen aus dem Bundestopf „Brücken in die Zukunft“, beschlossen vom Landkreis Meißen, sechs Millionen kommen aus Eigenmitteln des Klinikums.

Die Inbetriebnahme ist für Anfang April 2019 geplant.

Zur Jahresmitte beginnen die Bauarbeiten im Haupthaus. Dann wird die insgesamt 25 Millionen Euro schwere Großinvestition in den Klinikstandort komplettiert. Unter anderem kommen an den OP-Trakt zwei neue OP-Säle.

Am Sonnabend, 16. März,lädt das Elblandklinikum von 10 bis 14 Uhr zum Tag der offenen Tür. Es gibt hochkarätige Vorträge zu Therapieangeboten sowie zwischen 10 und 11 Uhr fünf verschiedene Führungen.

Sie gelten ja – Stichwort ultraschallassistierte Chirurgie – als innovativer plastischer Chirurg und arbeiten auch eng mit der Uniklinik in Tübingen zusammen...

...das soll auch so bleiben. Unsere moderne Klinik wird eine ganz neue Qualität der Vernetzung bieten. Dank neuester Technik können sich alle unsere Fachärzte hier mit anderen medizinischen Zentren vernetzen und so aktuellste Forschung oder andere medizinische Ansätze nutzen. Gemeinsam mit meinen Tübinger Kollegen werden wir meine neue OP-Methode zur Behandlung von Lymphödemen nach einer Brustkrebs-OP wissenschaftlich untersuchen. Es geht darum zu zeigen, dass auch diese Methode ein Weg ist, Betroffenen zu helfen. Und: Ich werde auch weiter live im Internet vor Hunderten von Fachkollegen operieren – unter wissenschaftlicher Beobachtung sozusagen.

Sie sprachen von Plänen für eine „Brustschule“. Was verbirgt sich dahinter?

Wir sind ja schon jetzt Lehrkrankenhaus der Universitätsklinik Dresden. Meine Grundidee ist: Jeder, der fachlich interessiert ist, kann ein paar Wochen oder Monate kommen, kann sich einbringen, schauen, wie wir arbeiten, welche Methoden zum Einsatz kommen, wie wir operieren. Und kann selber Tipps geben. Ein ganz praktischer Erfahrungsaustausch, bei dem alle etwas lernen.

Noch stehen ja zwei moderne OP-Säle für die Senologie aus. Wann kommen die?

In den neuen dreigeschossigen Westflügel mit den zwei Senologie-Etagen zieht im Erdgeschoss die Notaufnahme ein. Wenn sie aus ihrem alten Domizil raus ist, beginnen dort die Bauarbeiten. Wir flexen ein altes Dach weg und bauen zwei neue OP-Säle an die vier bestehenden. Ich rechne spätestens 2021 mit der Fertigstellung.

Wann ziehen Sie um?

Wir haben schon viel geräumt, die Bilder unserer Patientinnen hängen auch schon, am 1. April geht es mit meinem eingespielten Team offiziell los im Neubau. Aber nun wird erst einmal gefeiert.

Von Barbara Stock

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