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Umland Waldbrandgefahr im Landkreis Meißen steigt
Region Umland Waldbrandgefahr im Landkreis Meißen steigt
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11:55 21.07.2018
Im Landkreis Meißen wurde am Freitag die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe 4 ausgerufen. Quelle: dpa
Meissen

Sommerliche Hitze und Wind lassen die Waldbrandgefahr steigen. Im Landkreis Meißen wurde am Freitag die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe 4 ausgerufen. Und laut Prognose des Staatsbetriebs Sachsenforst wird in der nördlichen Hälfte des Kreisgebiets am Sonnabend sogar die höchste Stufe 5 gelten.

Stufe 4 besagt hohe und Stufe 5 sehr hohe Waldbrandgefahr. Wenn die zweithöchste Warnstufe gilt, sollten Wälder nicht mehr betreten werden. Führt eine Wanderung dennoch durch dichte Baumbestände, dürfen die Wanderer Wege aller Art nicht verlassen. „Bei Warnstufe 5 ist das Betreten der Wälder verboten“, klärt Ingo Nestler, Kreisbrandmeister im Landkreis Meißen, auf. Offene Feuer, wozu auch klimmende Zigaretten zählen, seien im Wald generell tabu.

Ausschlaggebend für die Ausrufung der Warnstufen ist der Zustand der Waldböden. „Je trockner die Böden, um so höher die Stufe“, sagt Konstantin Schanze, Sprecher des Forstbezirkes Dresden. Das höchste Waldbrand-Risiko in Deutschland besitzen Wälder in Sachsens Norden und in Brandenburg. Dort dominieren Kiefern, die auf Sandböden stehen. Diese Böden trocknen einerseits bei Sonne und Wind schnell aus, vor allem wenn die Streu am Boden, nicht weiter in Humus verwandelt ist. Eine dicke und gut zersetzte Humusschicht kann Wasser und Feuchtigkeit besser speichern.

Für die staatlichen Wälder im Landkreis Meißen ist der Forstbezirk Dresden zuständig. Weiter südlich fallen das Landschaftsschutzgebiet und der Nationalpark Sächsische Schweiz in die Zuständigkeit des Forstbezirks Neustadt. Dessen Leitung hat aufgrund der Waldbrandgefahr gemeinsam mit dem Landratsamt Pirna eine Allgemeinverfügung erlassen. In der beliebten Wanderregion dürfen die Wanderwege nicht verlassen werden und von 21 Uhr abends bis 6 Uhr morgens ist das Betreten des Waldes sogar komplett verboten. Grund: In den vergangenen Tagen mussten die Feuerwehren häufig Waldbrände bekämpfen, deren Entstehung häufig im Zusammenhang mit Übernachtungen im Freien, dem Boofen, stand.

Im Landkreis Meißen mussten laut Marcus Mambk, Sachbearbeiter in der Leitstelle des Kreisbrandmeisters, die Kameraden in diesem Jahr mindestens fünf Waldbrände löschen. „Die Feuer waren nicht sehr groß und konnten schnell unter Kontrolle gebracht werden“, informiert er. Im vorigen Jahr gab es nur einen Waldbrand im Kreisgebiet.

Dass die Brandgefahr aufgrund der Trockenheit nicht zu unterschätzen ist, zeigt die Zahl der Freiflächenbrände allein in der zu Ende gehenden Woche. Seit vergangenem Montag haben Kameraden im Kreis 16 Brände im Freien gelöscht. Sie reichten vom kleinen Feuer am Bahndamm von zehn Quadratmetern Ausdehnung bis hin zum Feldbrand, wo beispielsweise in der Gemeinde Käbschütztal sieben Hektar zerstört wurden. Sorgen bereiten den Feuerwehrmännern auch immer wieder Flammen an Straßenrädern, die vermutlich durch aus Fahrzeugen achtlos herausgeworfenen Zigarettenkippen entfacht wurden.

Von Silvio Kuhnert

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