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Umland Vier goldene Medaillen bei Gebietsweinprämierung
Region Umland Vier goldene Medaillen bei Gebietsweinprämierung
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18:37 24.08.2017
Noch hängt der Jahrgang 2017 an den Rebstöcken. Ob die Weine daraus in den nächsten Gebietsweinprämierungen besser abschneiden, hängt nun an den Kellermeistern und an den Prüfern in den kommenden Jahren.   Quelle: dpa
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Meißen/Dresden

 Nur vier Goldmedaillen haben sächsische Weine bei der diesjährigen Gebietsweinprämierung erhalten. „Bronze ist das neue Gold“, tröstet der Weinbauverband angesichts der ernüchternden Wertung die sächsischen Winzer. 36 Weine und Sekte wurden mit Bronze geehrt, 41 mit Silber. Die insgesamt 81 Auszeichnungen wurden am Donnerstag in Dresden übergeben. Wie viele Weine und Sekte insgesamt zur Verkostung eingereicht waren und ob welche gar keine Medaille erhielten, dazu machte der Weinbauverband auch auf Nachfrage keine Angaben. Immerhin spricht das veröffentlichte Ergebnis für eine strenge Bewertung der angestellten Weine nach dem anerkannten Verkostungsregeln der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft. Zugleich ist das allerdings auch ein Beweis dafür, dass sich viele sächsische Weine nur schwer mit denen in anderen Anbaugebieten messen können. Top-Wertungen erhielten aus dem Weingut Vincenz Richter der „2016er Meißner Kapitelberg Auxerrois trocken“ sowie der „2016er Meißner Kapitelberg Traminer trocken“. Das Staatsweingut Schloss Wackerbarth erhielt Gold für seine „2015er Radebeuler Paradies Riesling Spätlese“ und für die Weißwein-Cuvée „2015 Riesling & Scheurebe“. Der einstige Spitzenbetrieb Schloss Proschwitz hat gar keinen Spitzenplatz bei der Landesweinprämierung erreichen können, dafür mehrfach Silber und Bronze. Es haben sich - wie auch in den Vorjahren - nicht alle Weingüter an dem gebietsinternen Wettbewerb beteiligt. Viele Winzer sparen sich die Gebühren für die Teilnahme, weil sie für sich und ihre Weine keinen Werbeeffekt in regionalen Prämierungen sehen.

Nach Angaben des Weinbauverbandes wurden erstmals Ehrenpreise für den besten Goldriesling, den besten Rosé und den besten Sekt vergeben - eine Art Trostpreis als Anerkennung für gute Produkte in diesen drei Kategorien. Hier konnten abermals das Staatsweingut sowie zudem die Weingüter Schloss Proschwitz und das Gut Pesterwitz punkten. Der Versuch des Weinbauverbandes auf Wunsch einiger Weingüter mit einer dritten Verkostungsrunde mehr Gold zu erzielen, war vorige Woche an den geltenden Statuten gescheitert (DNN-Online berichteten). Da abermals viele einheimische Kellermeister - darunter Fachleute mit internationalen Erfahrungen - unter den Prüfern der sächsischen Gebietsweinprämierung waren, spricht die spärliche Goldvergabe wohl dafür, dass die Macher selbst offenbar von ihren eigenen Weinen nicht restlos überzeugt scheinen oder aber ihre Kollegen mit strengen Wertungen zu mehr Qualitätsbewusstsein anspornen wollen.

Der Weinbauverband Sachsen versucht verstärkt, die hiesigen Weine und ihre besondere Stilistik mit überwiegend markanter Säure als „Cool Climate“-Weine zu vermarkten, was in der Branche überregional gelegentlich für Erheiterung sorgt - verbinden Freunde guter Rebensäfte doch gemeinhin den Weinbau mit südlicher Wärme und weniger mit kühlem Klima. Trotzdem gelingt es einigen Winzern aus dem Elbtal bei überregionalen und internationalen Wettbewerben mit ihren Kreationen die Fachleute zu überzeugen, darauf hat auch der regionale Weinbauverband verwiesen. Mit dem „Mitteldeutschen Weinpreis“ wird es am 6. November in Leipzig erstmals einen gemeinsamen Wettbewerb der Anbaugebiete Saale-Unstrut und Sachsen geben. Aus Sachsen werden fünf Weingüter beziehungsweise Weinbauern dort vertreten sein und sich der harten Konkurrenz aus Sachsen-Anhalt und Thüringen stellen.

Von Lars Müller

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