Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Verkehrsplaner schlagen Parkgebühren in Radebeul Ost und West vor
Region Umland Verkehrsplaner schlagen Parkgebühren in Radebeul Ost und West vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:03 12.01.2018
Im Gegensatz zum kostenpflichtigen Parkhaus im Hintergrund ist auf den gebührenfreien Stellplätzen am Kulturbahnhof tagsüber kaum eine Lücke zu finden.   Quelle: Foto: Silvio Kuhnert

 Das Parken ist rund um den Bahnhof Radebeul-Ost sowie entlang der Hauptstraße derzeit kostenfrei. Dies muss nicht so bleiben. Denn im aktuellen Entwurf zur Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) der Lößnitzstadt, der gegenwärtig im Rathaus zur Einsichtnahme und für Stellungnahmen ausliegt, wird die Einführung von Parkgebühren vorgeschlagen. Grund ist das Parkhaus über dem Rewe-Markt.

Tagsüber ist es oft schwer, einen Stellplatz am Kulturbahnhof zu bekommen. Augenscheinlich stelle die Verfügbarkeit ausreichender Parkraum-Kapazitäten ein Problem dar. „Allerdings ist im Parkhaus an der Hauptstraße keine große Auslastung gegeben“, stellt das IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und -systeme aus Dresden, das den VEP im Auftrag der Stadtverwaltung erarbeitet hat, in dem Papier fest. Als Grund, warum die überdachten Stellplätze weniger in Anspruch genommen werden als die jeglicher Witterung ausgesetzten Flächen auf dem Bahnhofsplatz sowie entlang der Straßen, machen die Verkehrsexperten die dort erhobenen Gebühren aus. Damit die Akzeptanz des Parkhauses bei Kraftfahrern wächst, unterbreiten sie zwei Vorschläge: Zum einen soll die Verwaltung mit der Händlerschaft darüber verhandeln, ob nicht sie die Gebühren im Parkhaus übernehmen wollen. Anderseits ist alternativ „die Bewirtschaftung des vorhandenen Parkraumes mit gebührenpflichtigen Parken zu diskutieren“, heißt es in dem Papier.

Das Wort „Parkraumbewirtschaftung“, was in Amtsstuben immer dann fällt, wenn es um die Einführung von kostenpflichtigen Parkplätzen geht, taucht in der Studie auch im Zusammenhang mit dem Zentrum von Radebeul-West auf. „Der ruhende Verkehr im Umfeld der Bahnhofstraße sowie in Altkötzschenbroda ist augenscheinlich von einem Mangel an Kapazitäten geprägt“, so die Verkehrsplaner. Um Abhilfe zu schaffen, schlagen sie die Erstellung eines Parkraumbewirtschaftungskonzeptes für das Gebiet von der südlichen Moritzburger bis zum Dorfanger Altkötzschenbroda vor. Als Ziel nennen sie erneut die „Erhöhung der Vermarktungspotenziale der Stellplätze im bestehenden Parkhaus“ an der Güterhofstraße. Dafür soll wie in Radebeul-Ost über die Einführung des Gebührenparkens diskutiert werden.

Die Lößnitzstadt stellte erstmals einen VEP Mitte der 1990er Jahre auf. 2004 wurde er schon einmal überarbeitet. Weil sich die verkehrlichen Rahmenbedingungen verändert und weiterentwickelt haben – so wurde beispielsweise im zurückliegenden Jahrzehnt die neue Elbbrücke nach Niederwartha gebaut –, wird das Verkehrskonzept der Stadt jetzt fortgeschrieben. Das Konzept enthält 42 Vorschläge, wie Radebeuls Straßennetz für die Anforderungen der Zukunft fit gemacht werden kann. Sie reichen vom weiteren Ausbau der Meißner Straße über die Einführung einer Tempo-20-Zone in Altkötzschenbroda bis hin zur Verbesserung des Radwegenetzes. Bis 8. Februar liegt der VEP für Hinweise und Anregungen im Technischen Rathaus zu den Dienstzeiten aus und kann auch digital unter https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/radebeul/startseite eingesehen werden.

Von Silvio Kuhnert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Deutsche Bahn hat Vorwürfe der Städtebahn Sachsen zu unterlassener Vegetationspflege an Gleisen der Müglitztalbahn zurückgewiesen. Man habe umgehend gehandelt und die Strecke wieder freigeben können, teilte ein Sprecher mit. Dennoch fährt weiter Ersatzverkehr. Die Lokführer seien verunsichert, begründet die Städtebahn.

12.01.2018
Umland Spenden für bedürftige Kinder - Coswiger Sternsinger sammeln erfolgreich

Rund um den Dreikönigstag waren die Sternsinger der katholischen und evangelischen Gemeinde in Coswig gemeinsam unterwegs.

11.01.2018

Zwei Schicksalsschläge, eine Schule: Florentine Naumann und ihre Familie verloren beim Brand in der Silvesternacht ihr Haus und Luisa Schöbel ist schwer an Krebs erkrankt. Beide Mädchen sind Schülerinnen des Dippser „Glückauf“-Gymnasiums und die Schule will helfen. Und so organisieren Lehrer, Eltern und Mitschüler für den 12. Januar ein großes Benefizkonzert.

10.01.2018
Anzeige