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Verkauf des Katharinenhofs in Meißen war rechtmäßig

Verkauf des Katharinenhofs in Meißen war rechtmäßig

Meißen. Der Verkauf des Meißner Katharinenhofs ist rechtmäßig über die Bühne gegangen. Dies wurde nochmals im jüngsten Verwaltungsausschuss der Domstadt bekräftigt.

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Im Katharinenhof in Meißen war bis zum Jahr 2002 ein Altenpflegeheim ansässig.

Dort wurden auch die städtischen Bemühungen zur Vermarktung des verwaisten Baus vorgestellt. Zudem wurde das Prozedere von Ausschreibung, Einholung eines Gutachten über den Gutachterausschuss des Landkreises bis zur abschließenden Prüfung des Verkaufsvorgangs erläutert.

Die Stadträte durften auch die Akten zu dem Verkauf einsehen und sich in der weiteren Diskussion zu dem Thema überzeugen, dass die Verwaltung "verantwortlich gehandelt" habe. Dazu hatte es einige Anfragen von Stadträten gegeben. Aufgrund der Sommerpause wären nicht alle Räte voll über den Verkauf informiert worden. Es kam infolgedessen zu Irritationen, erklärt Stadtsprecher Hardy Bollenbach. Daher habe sich der Stadtrat nun im nicht-öffentlichen Teil des Ausschusses über den Vorgang informieren lassen. Der Katharinenhof ist ein ehemaliges Herrenhaus, das aus zwei Gebäuden besteht. Die historischen Quellen des Hofes reichen bis ins Mittelalter zurück.

Letzte prägende Veränderungen erfolgten im 19. Jahrhundert unter dem königlichen Kammerherrn Carl de Montevarchi-Mariotto von Cereine. Bis 2002 war er als Altenpflegeheim genutzt worden. Wegen des schon damals bedenklichen Gebäudezustandes durfte man es nicht mehr weiterbetreiben. In den folgenden Jahren konnten "wegen der damals desolaten Haushaltslage wichtige Sicherungsmaßnahmen nicht im erforderlichen Maß durchgeführt" werden, heiße es dazu seitens der Stadt.

Dennoch habe man "im Rahmen der Möglichkeiten" das Dach ausreichend gesichert und Reparaturen an kaputten Fenstern oder aufgebrochenen Türen vorgenommen. Viele der Arbeiten habe der Bauhof ausgeführt. Die Stadt habe 2008 zudem Hausschwamm beseitigen müssen. Kostenpunkt: rund 20 000 Euro.

Schließlich wurde das marode Gebäude im Januar dieses Jahres an einen privaten Investor verkauft. Das Objekt wurde zum höchsten Gebot veräußert, heißt es aus dem Rathaus. Dieses habe jedoch deutlich über dem im Gutachten festgestellten Wert gelegen. Für welchen Preis der Hof den Besitzer gewechselt hat, wollte die Stadt aber nicht sagen. "Kaufverträge sind nicht-öffentlich, weil dem Vertragspartner grundsätzlich Vertrauensschutz zu gewähren ist", erklärt Bollenbach. Dies gelte außerdem auch für das Gutachten.

Nach dem Verkauf sei der Vorgang aber von der Rechtsaufsichtsbehörde geprüft worden, weil es sich hierbei um ein genehmigungspflichtiges Geschäft gehandelt habe. Mit Bescheid vom April dieses Jahres sei der Verkauf des Katharinenhofs genehmigt worden. Wie der Komplex künftig genutzt werde, könne man nicht sagen, so die Stadt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.09.2012

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