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Umland Unwetter hinterließ Spuren in der Sächsischen Schweiz
Region Umland Unwetter hinterließ Spuren in der Sächsischen Schweiz
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17:15 10.08.2017
Durch den angeschwollenen Struppenbach stürzte die Behelfsbrücke zwischen Nieder- und Obervogelgesang ein. Über sie sollte ab Montag der Elberadweg führen. Quelle: Foto: M. Förster
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Pirna

Das Unwetter in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag hat im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Spuren hinterlassen. Besonders hart traf es die Bewohner eines Wohnhauses im Bannewitzer Ortsteil Hänichen. Gegen ein Uhr nachts schlug ein Blitz in das Gebäude an der Bahnhofstraße ein und der Dachstuhl fing Feuer. Auch die Photovoltaikanlage auf dem Dach brannte. Die Bewohner konnten das Haus rechtzeitig verlassen. Sie blieben unverletzt. Rund 40 Kameraden waren mit acht Fahrzeugen zum Einsatzort geeilt. Mit Löschangriffen von innen und außen bekämpften sie das Feuer. Das Haus ist vorerst unbewohnbar.

Bei den Löscharbeiten nach dem Blitzeinschlag kam eine Drehleiter zum Einsatz. Quelle: Roland Halkasch

In Pirna ist durch die starken Niederschläge der Struppenbach zwischen Nieder- und Obervogelgesang angestiegen und hat die Behelfsbrücke einstürzen lassen. „Es hat den Mittelpfeiler weggespült“, sagte Stadtsprecher Thomas Gockel. Inwieweit sich der Einsturz der Ersatzbrücke auf die Sanierung der Steinbrücke auswirkt, wird eine Bauberatung am heutigen Freitag klären.

Für kommenden Montag war der Baubeginn zur Beseitigung von Flutschäden aus 2013 auf einem weiteren Abschnitt des Elberadweges geplant. Auf der Agenda steht bis Anfang Dezember dieses Jahres die Sanierung der Natursteingewölbebrücke über den Struppenbach. Für Radfahrer und Fußgänger wurde als Umleitung die Behelfsbrücke errichtet, die am Donnerstagmorgen im Bachbett lag. Jetzt wird geprüft, ob die Arbeiten wie geplant beginnen können oder ob sie warten müssen, bis eine neue Ersatzbrücke steht.

Zwischen 2 und 5 Uhr wurden aufgrund des Gewitters die Kameraden der Feuerwehr Pirna zu drei Einsätzen gerufen. An der Otto-Walther-Straße stand ein Balkon unter Wasser. Schlamm hat sich über der Straße Alt-Rottwerndorf in Höhe des Eichgrundwegs ergossen. Und in Oberposta löste sich Geröll vom Hang. „Der Bauhof hat Schlamm und Geröll beseitigt“, teilte Gockel mit.

Schwerer hat es dagegen die Stadt Sebnitz getroffen. Zwar musste die Freiwillige Feuerwehr in den sehr frühen Morgenstunden „nur“ zu zwei Einsätzen ausrücken. So kam es zu einem Wassereinbruch in einem Wohnhaus im Ortsteil Ottendorf. In Richtung Ulbersdorf beseitigten die Kameraden einen umgestürzten Baum. Am Tag wurden dann die Schäden auf Straßen und Wegen durch den Starkregen sichtbar. Bis zum frühen Nachmittag trafen 25 Meldungen bei der Stadtverwaltung ein. Und es würden weitere Schadensmeldungen eingehen, wie Stadtsprecherin Kerstin Nicklisch berichtete. Das Kehren von Fahrbahnen war dabei das kleinste Übel. Einige Straßen wurden massiv unterspült, was eine flächenhafte Instandsetzung der Fahrbahnen notwendig macht. „Die erheblichen finanziellen Auswirkungen können noch nicht benannt werden“, informierte Nicklisch.

Glück hatte dagegen die Gemeinde Lohmen. „Es drohte, Wasser in die Sporthalle zu laufen“, sagte Bürgermeister Jörg Mildner (CDU). Die Feuerwehr konnte jedoch eine Überschwemmung der neuen Turnhalle verhindern, indem sie eine Barriere aus Sandsäcken baute.

Von SIlvio Kuhnert

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