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Umland Unternehmen suchten in 2017 Arbeitskräfte im Agenturbezirk Pirna wie nie zuvor
Region Umland Unternehmen suchten in 2017 Arbeitskräfte im Agenturbezirk Pirna wie nie zuvor
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17:25 16.01.2018
ARCHIV - Ein Mann spiegelt sich am 27.08.2014 in München (Bayern) im verglasten Eingangsbereich der Agentur für Arbeit. Foto: Peter Kneffel/dpa (zu dpa "Arbeitslosen wird immer öfter Arbeitslosengeld gesperrt" vom 25.02.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa
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Pirna

Die Arbeitsagentur in Pirna hat Bilanz für 2017 gezogen. „Der Arbeitsmarkt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat sich im vergangenen Jahr äußerst positiv entwickelt. Die Arbeitslosenquote sank im Jahresdurchschnitt auf den bisher niedrigsten Wert, mit kontinuierlich weniger als sechs Prozent seit April 2017“, lautet das Fazit von Agenturchefin Gerlinde Hildebrand.

Im Schnitt waren 7250 Menschen im Landkreis, dessen Grenzen sich mit denen des Agenturbezirks decken, in 2017 arbeitslos gemeldet. Das waren 1063 Personen oder 12,8 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank um 0,8 Prozentpunkte gegenüber 2016 und lag bei 5,7 Prozent. Die höchste Arbeitslosigkeit wurde im Monat Januar mit 8780 Jobsuchenden verzeichnet, während sie im Oktober mit 6472 Personen am niedrigsten war.

Der Bedarf an Fachkräften bleibt bei den Unternehmen weiterhin hoch. „Die Arbeitskräftenachfrage der regionalen Unternehmen ist in 2017 nochmals deutlich angewachsen. Mehr als sechstausend Arbeitsstellen wurden uns von den Arbeitgebern im Jahresverlauf gemeldet, so viele wie nie zuvor“, berichtet Hildebrand. Das waren 488 Stellen bzw. 8,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Großteil der gemeldeten offenen Stellen waren sozialversicherungspflichtig (5777). Mit Abstand die größten Bedarfe an Arbeitskräften im Jahr 2017 bestanden im Verarbeitenden Gewerbe (1003 Stellen) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (883 Stellen). Aber auch in den Bereichen Handel/Kfz (493 Stellen), Gastgewerbe (474 Stellen) und Baugewerbe (457 Stellen) setzte sich die hohe Nachfrage nach Personal im letzten Jahr fort. In der Zeitarbeit wurden von Januar bis Dezember 2017 insgesamt 1062 freie Stellen registriert.

Besonders erfreulich ist laut Hildebrand, dass zunehmend auch Menschen von der guten Entwicklung profitieren konnten, die schon längere Zeit nicht mehr erwerbstätig waren. So wurden in 2017 durch das Jobcenter 4698 Hartz-IV-Empfänger betreut. Das sind 1146 Personen oder 19,6 Prozent weniger als 2016. „Unternehmen sind gut beraten, wenn sie auch Langzeitarbeitslose bei ihren Stellenbesetzungen berücksichtigen und wir unterstützen gern dabei“, so die Agenturchefin.

Eine besondere Herausforderung der vergangenen Jahre stellte für die Arbeitsagentur die Vermittlung von älteren Arbeitnehmern über 50 Jahre dar. Die Bemühungen der Mitarbeiter der Agentur und des Jobcenters, auch diese Arbeitslose wieder in Lohn und Brot zu bringen, tragen langsam Früchte. So waren im vergangenen Jahr 3073 Frauen und Männer ab 50 Jahre im Durchschnitt arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zu 2016 sind das 369 ältere Arbeitslose weniger, ein Minus von 10,7 Prozent. Ihr Anteil an der Gesamtheit der Arbeitslosen lag mit 42,4 Prozent jedoch einen Prozentpunkt höher als im Vorjahr.

Insgesamt 13,2 Millionen Euro gab die Arbeitsagentur Pirna im vorigen Jahr zur Integration von Menschen in Arbeit oder Ausbildung aus. Der Schwerpunkt, mit rund 6,3 Millionen Euro, lag dabei insbesondere auf der Qualifizierung.

Hildebrand geht davon aus, dass sich die positive Entwicklung in diesem Jahr fortsetzt. „Die Signale bei Beschäftigung und Arbeitskräftenachfrage stehen auf Wachstumskurs“, berichtet die Agenturchefin. So wird für den Agenturbezirk eine Steigerung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf über 79000 Personen prognostiziert.

Von Silvio Kuhnert

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