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Trendwende: Coswig schrumpft nicht mehr

Neujahrskonzert in der Börse Trendwende: Coswig schrumpft nicht mehr

Die Große Kreisstadt schrumpft nicht mehr. "Es ist uns gelungen, den Rückgang der Einwohnerzahlen zu stoppen", sagte Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) bei seiner Rede vor dem gestrigen Neujahrskonzert in der Börse Coswig.

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Das Carus Ensemble Dresden spielte zum Neujahrskonzert in der voll besetzten Börse Coswig Werke von Mozart, Weber und Holst.

Quelle: Uwe Hofmann

Coswig. Die Große Kreisstadt schrumpft nicht mehr. "Es ist uns gelungen, den Rückgang der Einwohnerzahlen zu stoppen", sagte Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) bei seiner Rede vor dem gestrigen Neujahrskonzert in der Börse Coswig. Aus der jüngeren Vergangenheit datierende Hochrechnungen hätten für die Gegenwart weniger als 20 000 Einwohner in Coswig prognostiziert. "Die tatsächliche Zahl per 31. Dezember: deutlich über 21 000!", zeigte sich OB Neupold über die tatsächliche Entwicklung hocherfreut. "Das schwankt natürlich und es bietet keine Sicherheit für die Zukunft, ist aber ein Grund, optimistisch zu sein", urteilte der OB, der im vergangenen Jahr für einer weitere siebenjährige Amtsperiode wiedergewählt wurde.

Die Unterbringung von Flüchtlingen bleibe auch 2016 eines der bestimmenden Themen, meinte Neupold, der vor einem vollen Börse-Saal sprach. "Es gibt da viele Sorgen und Befürchtungen, und ein Teil ist auf jeden Fall berechtigt", sagte Neupold. Allerdings lebten derzeit 236 Asylbewerber in der Stadt, ohne dass man "massiv negative Erfahrungen" habe machen müssen. Ihren Anteil daran hat die ehrenamtliche Organisation "Coswig - Ort der Vielfalt", die im vergangenen Jahr für ihr Engagement um Versorgung und Integration der Asylbewerber den sächsischen Integrationspreis bekommen hat.

Neupold dankte allen Mitgliedern, zu denen neben seiner Person auch viele Mitarbeiter aus Stadtverwaltung und städtischen Gesellschaften gehören. Vom Grundsatz, die Asylbewerber dezentral in Wohnungen unterzubringen, werde man 2016 jedoch abrücken. Eine Großunterkunft ist schon seit längerem in einem ungenutzten Bürogebäude am Prasseweg geplant, eine weitere könnte in der ehemaligen Straßenmeisterei am Ziegelweg entstehen. Erneut wehrte sich Neupold gegen Anfechtungen, dass Coswig aufgrund des Leerstands in den Wohngebieten Dresdner Straße und Spitzgrund mehr Wohnungen für die Unterbringung von Asylbewerbern anbieten könnte. Wohnungswirtschaft habe nichts mit Mathematik zu tun, meint der frühere Chef der städtischen Wohnbau- und Verwaltungs-Gesellschaft (WBV). Es gehe auch um die Wohnungsgröße und ihre Eignung für Arbeitslosengeld-II-Empfänger, um die Nachbarschaft und die Coswiger Wohnungssuchenden. "Leerstand ist kein Zaubermittel."

Zu den Erfolgen des vergangenen Jahres zählte Neupold den Abschluss der Umbauarbeiten im Wohngebiet Dresdner Straße, die Eröffnung eines Edeka-Markts an der Dresdner Straße, die Sanierungsarbeiten am Wettinplatz und die Restaurierung der Jehmlich-Orgel in der Neuen Kirche. Auch die Verkehrsfreigabe der neuen Staatsstraße bis Kötitz sei positiv, wenngleich bis zur Fertigstellung der gesamten Trasse durch Coswig hindurch Belastungen auf die Anwohner hinzukommen. "Coswig wird noch einige Jahre mit dem Durchgangsverkehr leben müssen", sagte Neupold. Zu den Aufgaben für 2016 zählen die Erweiterung der Oberschule Kötitz und zahlreiche Hochwasserschutzprojekte, allen voran die Sanierung der Lockwitz, die bei Starkregen das Stadtzentrum zu fluten droht. In den Gewerbegebieten versprach er noch in diesem Jahr Ansiedlungen, wenngleich Investoren "leider nirgendwo mehr Schlange" stünden. Der nach langer Debatte von der Deutschen Bahn nun offenbar doch beschlossene Bau einer Schallschutzwand an der Berliner Bahn auf Höhe des Wohngebiets und des Fachkrankenhaus wird laut Neupold "mindestens sieben Jahre" auf sich warten lassen. Dagegen bestünden aufgrund veränderter Förderbedingungen mehr Chancen auf Sanierungen im Nebenstraßennetz und auch Investitionen in die Sportinfrastruktur stellte der OB in Aussicht.

Uwe Hofmann

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