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Tourismus-Managerin kündigt Qualitätsoffensive an

Tourismus-Managerin kündigt Qualitätsoffensive an

Sie sind die erste Qualitätsmanagerin in der Sächsischen Schweiz. Maria Müller: In der Sächsischen Schweiz sind die Touristiker gut aufgestellt.

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Maria Müller ist 25 Jahre alt und arbeitet nach ihrem Studium der Tourismuswirtschaft als Qualitätsmanagerin im Elbsandsteingebirge.

Quelle: Tourismusverband Sächsische Schweiz

Sie sind die erste Qualitätsmanagerin in der Sächsischen Schweiz. Lässt die Qualität in der Tourismusregion Sächsische Schweiz zu wünschen übrig?

Maria Müller: In der Sächsischen Schweiz sind die Touristiker gut aufgestellt. Alle sächsischen Regionen wurden im Zuge der Erstellung der Tourismusstrategie "2020 Sachsen" verglichen und unter anderem auch in Hinblick auf die Beteiligung an Qualitätsinitiativen bewertet. Hier wurde der Sächsische Schweiz eine Vorreiterrolle bescheinigt. Des Weiteren kann die Region mit Bad Schandau die erste Qualitätsstadt in Sachsen aufweisen. Unser Ziel ist es, uns nicht auf dem jetzigen Stand auszuruhen. Denn die Gäste stellen immer wieder höhere Anforderungen und die Reiseansprüche steigen. Außerdem stehen wir im Wettbewerb mit anderen Mittelgebirgsregionen. Wir möchten unseren Vorsprung weiter ausbauen.

Wenn es um die Qualität der Tourismusangebote nicht schlecht bestellt ist, was ist dann konkret Ihre Aufgabe?

Wir möchten in der Region ein komplexes Qualitätsmanagement aufbauen. Mein Part ist es, Leistungsträger der verschiedenen Branchen wie Hotellerie, Gastronomie und Freizeitangebote besonders für das Thema Qualität zu sensibilisieren. Es gibt bereits viele Touristiker, die sich an Initiativen beteiligen. Aber es besteht noch Luft nach oben. Ziel ist es unter anderem, die Beteiligung der Leistungsträger in den verschiedenen Initiativen zu steigern. Darüber hinaus sollen neue Strukturen aufgebaut werden, welche die Qualitätsmanagementprozesse nachhaltig in der Region verankern.

Was sind Ihre ersten konkreten Aufgaben, denen Sie sich widmen?

Momentan befinden wir uns in der Planung für unsere Weiterbildungsreihe "Tourismus Profis". Auch im nächsten Jahr werden wieder Workshops und Seminare unter anderem zu den Themen Onlinemarketing, Service-Qualität Sachsen, Beschwerdemanagement und Rhetorik für Gastgeber und Mitarbeiter von Touristinformationen angeboten. Erstmals finden Seminare mit grenzüberschreitender Beteiligung unserer Partner aus der Böhmischen Schweiz statt. So wie wir in Zukunft verstärkt mit den tschechischen Partnern im Bereich Qualitätssteigerung zusammenarbeiten werden, steht auch die Förderung der Kooperation unter den Leistungsträgern auf der Agenda. Noch in diesem Monat rufen wir den Qualitätsrat als neues Gremium im Verband ins Leben. Weiterer Schwerpunkt wird die Etablierung einer einheitliche Gästebefragung in der Region sein.

Sie sagen, dass die Ansprüche der Gäste steigen. Haben Sie dafür Beispiele?

Gäste, die in die Sächsische Schweiz kommen, sind deutlich anspruchsvoller geworden. Besonders in Bezug auf die Beratungsqualität werden immer höhere Ansprüche gestellt. Der Tourist möchte gern persönlich und authentisch zu den verschiedensten Sehenswürdigkeiten in der Region informiert werden. Damit vom Campingbetreiber bis Hotelier ein jeder Leistungsträger seinen Gästen die gewünschten Informationen geben kann, bieten wir beispielsweise unsere Tourismustreffs an. Für Touristiker besteht die Möglichkeit, die angebotenen Freizeiteinrichtungen kostenlos zu besuchen und ausführliche Informationen darüber zu sammeln, damit sie künftig Gäste noch besser beraten können.

Sie kommen aus Schildau...

Ja, ich habe dort meine Kindheit verbracht. Wenn man meinen Werdegang betrachtet, wuchs ich im Sächsischen Burgen- und Heideland auf, habe im Erzgebirge studiert, arbeite in der Sächsischen Schweiz und wohne im Sächsischen Elbland. Ich bin sozusagen in vielen Regionen unterwegs.

Was verbindet Sie mit der Sächsischen Schweiz?

Ich liebe die Natur. Die Zeit meines Freiwilligen Ökologischen Jahrs nach dem Abitur hat mich auch in das Elbsandsteingebirge geführt. Die Region hat mich sofort in ihren Bann gezogen: die mystische Landschaft, die bizarren Felsen beeindrucken mich bis heute stark.

Interview: Sivlio Kuhnert

Pirna. Sie ist 25 Jahre jung und hat ein Gespür für Qualität - Maria Müller ist die erste Qualitätsmanagerin in der Sächsischen Schweiz. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Region, dass eine solche Position im Tourismusverband geschaffen und besetzt wird. Zu ihrer Aufgabe gehört es, touristische Angebote zu fördern und zu verbessern. Warum und wie die Tourismuswirtschaftlerin und Absolventin der Berufsakademie Breitenbrunn dies tun möchte, berichtet sie im DNN-Interview: Sie will enger mit den tschechischen Partnern zusammenarbeiten, auch sieht sie "Qualität" als Schlüssel, damit Sächsische und Böhmische Schweiz zusammenwachsen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.11.2012

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