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Umland Tiere aus Porzellan und Keramik sowie auf Leinwand
Region Umland Tiere aus Porzellan und Keramik sowie auf Leinwand
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17:47 30.05.2018
„Glucke“ lautet der Titel des Aquarells Siegwald Dahl aus dem Jahr 1853. Es ist eines von mehr als 300 Exponaten in der Sonderausstellung. Quelle: Repro: Stadt Meißen
Meissen

„Bitte nicht füttern! – Tiere in der Bildenden Kunst“ lautet der Titel der aktuellen Sonderausstellung im Stadtmuseum Meißen. Ob stolz oder possierlich, bedrohlich oder faszinierend – Tiere sind seit Menschengedenken ein beliebtes Motiv künstlerischen Schaffens. So konnte der Musentempel der Domstadt für seine Sonderschau aus einer großen Bandbreite an Kunstwerken von Pfau über Tiger bis hin zum Mops schöpfen. „Mehr als 300 Exponate erwarten die Besucher“, teilte Stadtsprecherin Katharina Reso mit. Im Mittelpunkt stehen Kleinplastiken aus Keramik und Porzellan. Darunter sind Werke vom 18. Jahrhundert bis um 1970 aus der Porzellan-Manufaktur Meissen und der Meißner Ofenindustrie (Teichert) aber auch aus thüringischen, bayrischen und fränkischen Porzellanfabriken. Selbst aus Wien, Kopenhagen und Ungarn hat das Museum einige besondere Stücke an die Elbe geholt.

Tierdarstellungen gehören zu den häufigsten und ältesten Themen der Bildenden Kunst. Schon in den ältesten bekannten Höhlenmalereien des Cro-Magnon-Menschen überwiegen Tiermotive. Sie prägen seither die gesamte Kunstgeschichte. „Mit steigendem Interesse an der Natur in der Renaissance trat die Tierdarstellung in eine neue Phase: Das Tier wurde vom symbolhaften Wesen zum Studienobjekt. Statt von außen mit Bedeutungen versehen zu werden, war es nun selbst zum Objekt darstellerischen Interesses geworden“, berichtet Reso.

Mit der Erfindung des europäischen Porzellans und dem Beginn seiner Fertigung in Meißen blieb es nicht aus, dass auch realistische Tierfiguren aus dem Weißen Gold geformt wurden. Die in der Ausstellung gezeigten Exemplare stammen aus den Sammlungen der Meissen-Porzellan-Stiftung und des Stadtmuseums selbst. Ebenfalls in Meißen begann im 18. Jahrhundert die Erfolgsgeschichte der Kleinplastik, sie wurde Teil der Produktpalette vieler deutscher und europäischer Porzellanhersteller. „Das zeigt besonders die Sammlung von Frank Werner aus Weinböhla. Sie umfasst vor allem Hundefiguren, passend zum chinesischen Jahr des Hundes 2018“, so Reso. Vierbeiner waren als Figuren sehr beliebt.

Der Sammler Karl B. Thomas hat sich dagegen auf Skulpturen aus den Meißner Ofenfabriken spezialisiert. Diese Betriebe versuchten nicht nur in Sachen Geschirr, sondern auch mit Tierfiguren namhafter Künstler, der Porzellan-Manufaktur nachzueifern. Neben Kleinplastiken aus Porzellan und Keramik ist auch der Tierdarstellung in der Meißener Medaillenkunst eine Vitrine in der Sonderschau gewidmet. Die Exponate werden ergänzt von zweidimensionalen Tierdarstellungen aus Malerei und Grafik.

„Bitte nicht füttern! – Tiere in der Bildenden Kunst“; bis 23. September 2018 im Stadtmuseum Meißen, Heinrichsplatz 3; Öffnungszeiten: Di. bis So. jeweils 10-18 Uhr; Eintritt: drei, ermäßigt zwei Euro, Familien acht Euro.

Von Silvio Kuhnert

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