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Umland Mehr Tempo- und Parkkontrollen auf der Hauptstraße
Region Umland Mehr Tempo- und Parkkontrollen auf der Hauptstraße
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09:31 01.03.2018
Polizeihauptkommissarin Cornelia Strempel hielt im verkehrsberuhigten Bereich der Hauptstraße in Radebeul-Ost Ausschau nach Rasern und Falschparkern.  Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Radebeul

 Verkehrserziehung bei Minusgraden: Radebeuls Bürgerpolizistin Cornelia Strempel musste sich zwei Tage lang in dicke Kleidung packen. Auf der Hauptstraße hielt die Polizeioberkommissarin gemeinsam mit ihren Kollegen, Polizeihauptmeister Hubertus Neumann und zwei Mitarbeitern der Sächsischen Sicherheitswacht, Ausschau nach Tempo- und Parksündern – einmal am Dienstagnachmittag, ein zweites Mal am Mittwochvormittag. Weitere Kontrollen folgen.

Die Regeln für Kraftfahrer sind auf der Einkaufsstraße in Radebeul-Ost im Grunde ganz einfach. Ab Höhe Schiller-Grundschule bzw. Gellertstraße bis zur Meißner Straße ist der Straßenzug ein verkehrsberuhigter Bereich. D.h., für Fahrzeuge gilt Schrittgeschwindigkeit und Parken ist nur in den gekennzeichneten Zonen erlaubt. Zu diesen zählen die geschätzt letzten 30 Meter vorm Kreuzungsbereich mit der Meißner Straße nicht. In Höhe des Gebäudes „Vier Jahreszeiten“ ist nur das Be- und Entladen oder das Ein- und Aussteigen erlaubt, Parken dagegen nicht, wie Ingolf Zill, Sachgebietsleiter für Verkehrsangelegenheiten in der Radebeuler Stadtverwaltung, aufklärt.

Fahrzeuge, die am Mittwochvormittag in dieser Parkverbotszone standen, als die Polizeibeamten zusammen mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes die Verkehrskontrolle begannen, kassierten ein Knöllchen. Wer während der Kontrollzeit Anstalten machte, sein Auto dort abzustellen, wurde von den Polizisten auf den Fehler hingewiesen. Bloß mit einer Ermahnung kamen auch die Kraftfahrer weg, die schneller als mit Schrittgeschwindigkeit auf der Hauptstraße unterwegs waren. Sie können sich bei Väterchen Frost bedanken, dass sie kein Verwarngeld zahlen mussten. Denn bei den arktischen Temperaturen streikte die Laserpistole. Mit diesem Glück können sie das nächste Mal nicht rechnen. Denn die Verkehrskontrolle wird kein einmaliges Ereignis bleiben. „Wir werden sie in Zukunft verstärkt durchführen“, kündigte Bürgerpolizistin Strempel an.

 Die Intensivierung der Kontrollen auf der Einkaufsmeile haben Gründe: „Seit einiger Zeit haben sich Beschwerden bezüglich des ruhendem Verkehrs und der gefahrenen Geschwindigkeit gehäuft“, informierte Verkehrsfachmann Zill. Das Thema wurde auf der Sicherheitskonferenz am Tisch des Oberbürgermeisters angesprochen. „Die Polizei bot an, mit uns gemeinsam in unregelmäßigen Abständen Kontrolle durchzuführen“, so Zill weiter. Die Stadt hofft auf einen erziehrischen Effekt, dass sich zum einen Kraftfahrer an das Schritttempo halten oder wenigstens nicht das Tempo von zehn Kilometer je Stunde überschreiten und dass sie zum anderen die Parkregeln einhalten. Hier hat die Lößnitzstadt nicht nur jene im Blick, die im Parkverbot stehen, sondern auch die, die sich nicht an die Parkhöchstdauer von einer Stunde halten. Wer dabei erwischt wird, wie er die Uhr auf seiner Parkscheibe immer wieder weiterdreht, muss mit einer Verwarnung rechnen.

Den Bleifüßen mancher Autofahrer sagt die Stadt nicht nur mit Verkehrskontrollen den Kampf an. Künftig sollen Pflanzkübel auf der Hauptstraße so positioniert werden, dass sie die Geradlinigkeit des Straßenzugs brechen sowie die freie Sicht von der Schule bis zur Meißner Straße nehmen. Autofahrer müssen so automatisch den Fuß vom Gaspedal nehmen, hofft die Stadtverwaltung. Voraussichtlich im kommenden Frühjahr sollen die Pflanzkübel aufgestellt werden. Die Planung und Abstimmung sind dazu im Rathaus im vollen Gange.

Von Silvio Kuhnert

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