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Telekom verlegt Glasfaser in Dippoldiswalde und Heidenau

Internet-Ausbau Telekom verlegt Glasfaser in Dippoldiswalde und Heidenau

Die Planungen für das schnelle Internet in Dippoldiswalde und Heidenau sind abgeschlossen, jetzt wird gebaut. Ab Anfang Dezember sollen die Dippser in der Innenstadt über höhere Bandbreiten verfügen, in der Elbestadt erfolgt der Breitbandausbau fast flächendeckend. Die verbleibenden weißen Flecken möchte die Stadt Heidenau bald schließen.

Das schnelle Internet kommt angeschwebt: Bauarbeiter setzen an der Ecke Rosa-Luxemburg-/Mozartstraße in Heidenau einen von 29 neuen Verteiler zusammen.

Quelle: Silvio Kuhnert

Heidenau/Dippoldiswalde. Die Geschwindigkeit nimmt auf der Datenautobahn in zwei weiteren Städten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zu. Durch Eigenausbau macht die Telekom das Internet in Heidenau und Dippoldiswalde schneller. Die Planungen seien abgeschlossen, jetzt werde gebaut, teilte das Unternehmen mit. Ab Anfang Dezember sollen in beiden Städten beim Herunterladen bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich sein.

Ursprünglich war der Breitbandausbau in der Elbestadt erst im nächsten Jahr geplant. Die Telekom zog das Vorhaben jedoch vor. Am Freitag erfolgte an der Ecke Rosa-Luxemburg-/Mozartstraße der symbolische Startschuss. „Jetzt wird gegraben“, sagte Ralf Thiem, Projektleiter Mehr Breitband für Deutschland der Deutschen Telekom. Bis Dezember bringt das Telekommunikationsunternehmen rund 18,2 Kilometer Glasfaser in den Boden. Dazu nutzt es zum einen vorhandene Leerrohre. Zum anderen wird auf rund 3300 Meter Tiefbau erforderlich. Zudem baut die Telekom 29 Verteilerschränke und modernisiert 14 bereits vorhandene Verteiler.

Die Stadt werde in den nächsten Monaten einem Schweizer Käse gleichen, meinte Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) angesichts der Bauarbeiten an Straßenrändern und Gehwegen. Das Stadtoberhaupt wirbt bei seinen Einwohnern aber um Verständnis. „Der größte Teil der Heidenauer wird danach über wesentlich verbesserte Internetanschlüsse verfügen“, so Opitz. Rund 7500 Haushalte sollen Ende des Jahres schnelles Internet nutzen können.

Der Breitbandausbau ist in Heidenau fast flächendeckend. Während beispielsweise Großsedlitz, wo das Internet gegenwärtig noch sehr lahm ist, von den Eigenausbauplänen der Telekom profitiert, bleiben der Bereich um das Brunneneck, die Pirnaer Straße zur benachbarten Sandstein-Stadt und teile von Wölkau außen vor. Aber auch dort sollen Bewohner sowie Firmen an die schnelle Datenautobahn angeschlossen werden. Die Stadt hat einen Fördermittelantrag beim Freistaat gestellt, um die Versorgungslücke zu schließen. Dafür steht im Haushalt der notwendige Eigenanteil von zehn Prozent der Ausbaukosten, rund 200000 Euro, bereit. Opitz hofft, dass der Fördermittelbescheid noch dieses Jahr eintrifft und ein Unternehmen mit dem Ausbau beauftragt werden kann. Spätestens soll dies aber 2018 erfolgen.

In Dippoldiswalde ist der Eigenausbau der Telekom auf den Innenstadtbereich begrenzt. Rund sechs Kilometer Glasfaser und neun Verteiler sollen dort ab Anfang Dezember für höhere Bandbreiten sorgen, teilte das Unternehmen mit. Das schnelle Surfen hat allerdings seinen Preis: Das Verlegen von Glasfaser kostet die Deutsche Telekom rund 70 000 Euro pro Kilometer. Das neue Netz soll so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sein werden. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud wird bequemer. Insgesamt profitieren von diesem Ausbau rund 2200 Haushalte in Dipps.

So kommt das schnelle Netz ins Haus: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher wird seine Geschwindigkeit beim Surfen sein.

Von Katrin Richter und Silvio Kuhnert

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