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Umland Susa S. Sauer dreht und fräst seit 25 Jahren
Region Umland Susa S. Sauer dreht und fräst seit 25 Jahren
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17:06 26.08.2016
Für die Herstellung von Präzisionsteilen stellt Maschineneinrichter Marco Haupt einen kurvengesteuerten Mehrspindeldrehautomaten ein. Quelle: Foto: Daniel Förster
Heidenau

Siegbert Sauer wollte nach dem wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch der DDR die neue Gesellschaft mit aufbauen. „Ich übernahm die Dreherei meines früheren Betriebs“, war seine Idee und machte sich selbstständig. Mit zwölf Mitarbeitern begann er die Fertigung von Dreh- und Frästeilen. Das war vor 25 Jahren. Heute zählt Susa S. Sauer an seinen beiden Standorten Dresden und Heidenau über 180 Beschäftigte. Was vor einem Vierteljahrhundert begann, wurde zu einer Erfolgsgeschichte.

„Man muss verrückt sein, um so etwas anzugehen“, meint seine Frau Ursula. Siegbert war damals bereits 54 Jahre alt. Sie gab ihren eigenen Beruf auf und steht seither ihrem Mann als kaufmännische Geschäftsführerin bei der Leitung des Unternehmens zur Seite. In späteren Jahren kamen Tochter Simone und Sohn Volkmar hinzu. Sie komplettieren die Geschäftsleitung. Die Unternehmensnachfolge ist geregelt und gesichert, obwohl beim Seniorchef und der Seniorchefin noch nichts von Altermüdigkeit zu spüren ist.

In einem Vierteljahrhundert hat sich Susa S. Sauer einen Namen für Präzisionsteile für die Fahrzeugindustrie gemacht. So bestellen beispielsweise Daimler und Volkswagen einfache und komplizierte Drehteile aus Stahl, Messing oder Aluminium für Airbags, Sicherheitsgurte, Lenkräder, Schaltgetriebe oder Rails für Benzinmotoren bei dem Familienunternehmen. Aber auch Bergbau- und Maschinenbauunternehmen zählen zu den Kunden. Jedes Jahr kommen neue Kunden und Aufträge von Kleinserien um die 500 Stück bis zu Großserien im Millionenbereich hinzu. Der Umsatz lag im vorigen Jahr bei 24,7 Millionen Euro.

Die Produktion begann an fünf Drehautomaten in einem Raum eines Wohnhauses in Liebstadt. Gleichzeitig erwarb Familie Sauer von der Treuhand das ehemalige Dico-Werk in Dresden. Ein Jahr lang befreiten sie das ehemalige Bitumenwerk von seinen Altlasten, bis sie endlich dort mit der Fertigung starten konnten. 2011 rissen sie die alten Gebäude ab und bauten ein neues Werk auf. Gleichzeitig verstärkten sie in Heidenau ihre Aktivitäten. Dort nahm Susa S. Sauer 1999 die Produktion auf einem mit zwei großen Hallen bebauten Gelände an der Oststraße auf. Die Straße existiert heute nicht mehr. Denn das Unternehmen ist seit 2014 in Heidenau enorm gewachsen. Eine neue Produktionshalle wurde gebaut, die im vergangenen Jahr in Betrieb ging. Die Produktion zog komplett nach Heidenau um, wo die Mitarbeiter an einem Maschinenpark mit mehr als 100 Anlagen fräsen, drehen, schleifen und bohren.

Anlässlich des Firmenjubiläums besteht am heutigen Sonnabend von 11 bis 16 Uhr bei einem Tag der offenen Tür für Interessierte die Gelegenheit, einen Blick in das Unternehmen an der S172 in Heidenau zu werfen.

Von Silvio Kuhnert

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