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Stehaufmännchen Winnetou - 175. Geburtstag von Karl May

Radebeul und Hohenstein-Ernstthal Stehaufmännchen Winnetou - 175. Geburtstag von Karl May

Millionen TV-Zuschauer bangten jüngst mit, als Wotan Wilke Möhring als Old Shatterhand über die Bildschirm-Prärie ritt. Mit der Trilogie des Senders RTL war der berühmteste deutsche Western-Autor wieder in aller Munde. „Das zeigt: Karl May ist nicht tot“, sagt André Neubert.

Karl May

Quelle: Archiv

Radebeul/Hohenstein-Ernstthal. Millionen TV-Zuschauer bangten jüngst mit, als Wotan Wilke Möhring als Old Shatterhand über die Bildschirm-Prärie ritt. Mit der Trilogie des Senders RTL war der berühmteste deutsche Western-Autor wieder in aller Munde. „Das zeigt: Karl May ist nicht tot“, sagt André Neubert. Er leitet im westsächsischen Hohenstein-Ernstthal das Museum in dem Haus, in dem der Schriftsteller am 25. Februar 1842. Dort wird nun der 175. Geburtstag gefeiert; ebenso in Radebeul, wo May starb.

Noch berühmter als Old Shatterhand ist sein Blutsbruder Winnetou. Der edle Apatschen-Häuptling ist Namensgeber für eine Sonderausstellung in Mays Geburtsstadt. „Stehaufmännchen Winnetou – Karl May und die literarischen Adaptionen“, heißt die Schau. Sie wird am Geburtstag des Jubilars eröffnet - und bis zu seinem 105. Todestag am 30. März zu sehen sein.

Mit seinen Themen, aber auch seiner Schreibweise war der Sachse Vorbild für zahlreiche Autoren wie auch Nachahmer. „Manche haben sich schon sehr an Karl May angelehnt“, erklärt Neubert. Rund 30 der Schriftsteller, die sich von Mays Werken inspiriert fühlten, werden in der Ausstellung im nur 4,25 Meter breiten Geburtshaus des Western-Schöpfers vorgestellt.

Einen aus religiöser Sicht interessanten Termin hat das Karl-May-Haus am 28. Oktober organisiert. Passend zum Reformationsjahr wird der sehr gläubige Schriftsteller im Vortrag „Karl May als Lutheraner“ in Bezug auf sein Verhältnis zur Kirche porträtiert.

Auch in Mays letzter Lebensstätte ist das Jubiläum Anlass für eine besondere Aktion: Das Radebeuler Karl-May-Museum lädt Besucher am 25. Februar zum Tag der offenen Tür ein. Die beiden Dauerausstellungen zum Leben und Werk des Abenteuerschriftstellers und zu den Indianern Nordamerikas sowie die Sonderschau „Verborgene Schätze“ sind bei freiem Eintritt und mit speziellen Führungen zu erleben.

Zudem will das Haus das Jubiläumsjahr nutzen, um seine Umbaupläne voranzutreiben. 2018 soll auf dem Gelände ein moderner Neubau entstehen. Das barrierefreie Gebäude, das bis Ende 2019 fertig sein soll, beherbergt künftig Empfangsbereich, Museumsshop und Café sowie eine neue Dauerausstellung mit entsprechenden Depotflächen.

Mit dem Neubau soll das 1928 eröffnete Museum zeitgemäßer werden. Es geht aber auch um einen besseren Schutz der wertvollen Ausstellungsstücke; „damit die Objekte, vor allem organisches Material, für künftige Generationen zugänglich bleiben“, sagt Museumssprecherin Anne Barnitzke. Allein die Schau „Indianer Nordamerikas“ umfasst mehr als 800 ethnologische Objekte aus dem 18. bis zum 20. Jahrhundert, darunter wertvolle Schnitzereien, prachtvoll verzierte Kleidung und Federschmuck.

Ende des vergangenen Jahres hat der Bund Fördermittel in Höhe von knapp 2,7 Millionen Euro in Aussicht gestellt, noch einmal so viel sollen vom Freistaat, von der Stadt Radebeul und aus privaten Spenden kommen. „Das zeigt, dass wir ein bedeutendes Kulturdenkmal sind“, so Barnitzke. Karl-May-Fans aus ganz Deutschland hätten im Zuge der Kampagne „Werde Blutsbruder“ bereits für die Erweiterung des Museums gespendet. Im vergangenen Jahr kamen rund 53 000 Besucher.

Objekte, die derzeit in der „Villa Bärenfett“ zu sehen sind, sollen ab 2019 in den Neubau umziehen. In dem alten Wild-West-Blockhaus wird dann die wechselvolle Geschichte des Karl-May-Museums selbst beleuchtet. May lebte von 1888 bis zu seinem Tod am 30. März 1912 in Radebeul.

dpa

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