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Steffen Richter vom Pirnaer Akubiz wird von der taz als "Held des Alltags" geehrt

Steffen Richter vom Pirnaer Akubiz wird von der taz als "Held des Alltags" geehrt

Das Deutsche Theater in Berlin, eine Preisverleihung ist im Gange, Aufregung liegt in der Luft. In den Zuschauerreihen sitzt der Pirnaer Steffen Richter. Dann der große Moment: Der Name des Gewinners wird bekannt gegeben.

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Den Sächsischen Demokratiepreis lehnte er 2010 noch ab. Jetzt freut sich Steffen Richter, Vorsitzender des Akubiz in Pirna, über den Panter-Preis der Berliner taz, den er für sein Engagement gegen Rassismus bekam.

Quelle: Andor Schlegel

Pirna. Es ist sein Name, der ihm von der Bühne aus entgegenschallt. Steffen Richter, der Vorsitzende des Alternativen Kultur- und Bildungszentrums Sächsische Schweiz (Akubiz) in Pirna, wurde für sein soziales Engagement mit dem Panter-Preis 2012 der Berliner tageszeitung (taz) ausgezeichnet. Hatte der Akubiz den Sächsischen Demokratiepreis im November 2010 noch abgelehnt, war die Freude dieses Mal jedoch groß.

Der Panter-Preis wird seit 2005 an "Helden des Alltags" verliehen. Ein Preisträger wird jeweils von einer Jury gewählt, den weiteren Gewinner bestimmen die Leser der Zeitung - in diesem Jahr haben sie sich für den Pirnaer entschieden. "Wir haben wirklich nicht damit gerechnet. Vor allen Dingen nicht mit Blick auf die anderen Nominierten", erzählt der 33-Jährige. Im Vergleich zu den anderen fünf Nominierten erschien Richter das Netzwerk des eigenen Vereins nicht groß genug, was Zweifel aufkommen ließ. Die Vergabe an ihn aber wurde damit begründet, dass er ein solch einfaches Engagement betreibt, dass es jedem möglich ist, sich daran zu beteiligen. Da gerade im ländlichen Raum rechte Strukturen und Diskriminierung häufiger vorkämen als in großen Städten, sei die Arbeit des Antirassismusvereins Akubiz hoch einzuschätzen.

Bereits im Frühjahr dieses Jahres waren die taz-Leser dazu aufgerufen, Personen mit außergewöhnlichem Engagement vorzuschlagen. Aus diesen 150 Personen hat die taz wiederum sechs Personen nominiert, die sich zwischen dem 4. August und dem 1. September zur Wahl stellten. Bei Steffen Richter war es ein Vereinskamerad, der ihn auf die Liste setzte. Mit ihm und auch allen anderen Unterstützern plant der Akubiz-Vorsitzende bald eine Feier - im Schatten des Panters, der im Vereinshaus seinen Platz gefunden hat.

Auch über die Verteilung des Preisgeldes - der Panter-Preis ist mit 5000 Euro dotiert - hat sich Richter bereits Gedanken gemacht. Den größten Teil bekommt das Akubiz. Da zum Beispiel die Finanzierung einer geplanten Wanderausstellung zu jüdischen Leben in Pirna noch nicht gesichert ist, kommt diese Finanzspritze sehr gelegen. "Kleinere Beträge werde ich an andere Projekte in der Region verteilen", kündigt der Preisträger an. Ohnehin überwiegt die Bestätigung der jahrelangen Arbeit: "Der Preis zeigt, dass man auch als kleiner, ehrenamtlicher Verein eine Wirkung erzielen kann, die bundesweit Anerkennung findet."

Das Akubiz entstand im Jahr 2001 - in einer Zeit, in der die Gegend um Pirna rechts dominiert war. In den vergangenen elf Jahren hat der Verein mehr als 300 Projekte realisiert. Das antirassistische Fußballturnier zum Beispiel, das immer am ersten Ferientag im Sommer stattfindet, hat sich seit seiner Premiere vor sechs Jahren mittlerweile als eine feste Größe etabliert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.09.2012

Christin Grödel

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