Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneeschauer

Navigation:
Google+
Startschuss zum Bau der neuen S 177 bei Leppersdorf ist gefallen

50-Millionen-Euro-Projekt Startschuss zum Bau der neuen S 177 bei Leppersdorf ist gefallen

In drei Jahren soll Leppersdorf spürbar vom Durchgangsverkehr befreit sein. Bis 2020 wird die Ortsumgehung zwischen A 4 und Radeberg gebaut. Am Freitag fiel der Startschuss.

Symbolischer Spatenstich mit Lichtenbergs Bürgermeister Christian Mögel (CDU, v.l.n.r.), Landrat Michael Harig (CDU), Verkehrsminister Martin Dulig (SPD), Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), Barbara Lüke (parteilos), Bürgermeisterin der Stadt Pulsnitz sowie Veit Künzelmann (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Wachau.

Quelle: Silvio Kuhnert

Wachau/Leppersdorf.  Der Startschuss zum Bau eines weiteren Abschnitts der neuen Staatsstraße 177 ist gefallen. Durch eine Ortsumfahrung soll der Wachauer Ortsteil Leppersdorf vom Durchgangsverkehr spürbar entlastet werden. Rund 10000 Fahrzeuge rollen derzeit täglich durch die Ortschaft. „Mit der neuen Trasse wird sich diese Verkehrsbelastung um bis zu 4000 Fahrzeuge reduzieren“, kündigte Sachsens Verkehrs- und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) an.

Beim symbolischen ersten Spatenstich griff am Freitag auch der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zur Schippe. „Für mich ist es ein besonderer Moment. Endlich ist es soweit, dass wir dieses Projekt, die Ortsumgehung Leppersdorf, Wirklichkeit werden lassen“, sagte er nicht allein nur als Landesvater, sondern auch als Wahlkreisabgeordneter. Seit 13 Jahren hat er das Direktmandat für den Landtagswahlkreis, zu welchem die Gemeinde Wachau mit ihren Ortsteile gehört, inne. Und er erinnerte daran, dass er 2004 als junger Landtagsabgeordneter, die erste Bürgerversammlung in Leppersdorf durchführen durfte. Viele weitere Gespräche zur Trassenführung folgten. „Die Ortsumfahrung Leppersdorf ist eines der Leuchtturmprojekte in Sachsen, wenn es darum geht, alle Bewohner und Betroffene mit einzubeziehen“, meinte Tillich.

Die rot markierte Straße zeigt den Verlauf der neuen Trasse zwischen A 4 und Radeberg, die Leppersdorf vom Schwerlastverkehr befreien soll

Die rot markierte Straße zeigt den Verlauf der neuen Trasse zwischen A 4 und Radeberg, die Leppersdorf vom Schwerlastverkehr befreien soll.

Quelle: A. Eylert

Rund 5,3 Kilometer wird der neue Abschnitt der S 177 zwischen der Autobahn 4 und Radeberg lang sein. Derzeit erfolgen bauvorbereitende Arbeiten. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen mit der Errichtung einer Brücke über die A 4. Sie ist mit 87 Metern Länge auch das größte von zwölf Bauwerken entlang der Trasse. Zu den weiteren sogenannten Ingenieurbauwerken zählen unter anderem zwei Hochwasserrückhaltebecken mit den Namen „Kleine Röder“ und „Faules Floss“ sowie drei Wildbrücken, die in erster Linie als Überflughilfen für Fledermäuse dienen, aber auch von Bodentieren genutzt werden können.

Für die Anbindung mit der A 4 entsteht eine komplett neue Anschlussstelle. Die jetzige Auf- und Abfahrt „Pulsnitz“ wird zurückgebaut. Nördlich der A 4 wird die neue S 177 mit der vorhandenen S 95 am Eierberg verknüpft. Wenn alles nach Plan verläuft, sollen im Jahr 2020 die ersten Fahrzeuge über die Schnellstraße rollen können.

Die Ortsumgehung Leppersdorf ist ein weiterer Baustein der Ostumfahrung Dresden. Sie soll einmal die A 4 aus und in Richtung Görlitz mit der A 17 von und nach Prag bei Pirna verbinden. „Von den rund 33 Kilometern Gesamtlänge haben wir schon 17,5 gebaut. Jetzt kommen weitere 5,3 Kilometer hinzu“, informierte Verkehrsminister Dulig. Die Gesamtinvestition beträgt rund 256 Millionen Euro. Davon entfallen rund 50 Millionen Euro auf den jetzt begonnen Bauabschnitt.

 „Das ist gut investiertes Geld in die Zukunft Sachsens und ein guter Tag für die gesamte Region“, sagte Dulig. Denn dieses Straßenbauprojekt bringe nicht nur eine Entlastung eines Ortes mit sich, sondern habe eine große Bedeutung für die gesamte Region. Mit der Spange von Leppersdorf nach Pirna könnten die Verkehrsbeziehungen östlich von Dresden besser geregelt werden. „Das ist gut für die Touristen, die wir in der Sächsischen Schweiz haben wollen, das ist gut für die Unternehmen, die sich hier angesiedelt haben und sich weiter ansiedeln werden. Es ist aber auch gut für die Menschen, die hier leben und erwarten, wieder sicheren Fußes vor die eigene Haustür treten zu können“, führte der Minister weiter aus.

Zwei imposante Zahlen hatte auch Wachaus Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU) parat. Derzeit gibt es circa 2700 Beschäftigte am Standort Leppersdorf. Täglich fahren rund 860 Lkws das Müller-Milchwerk an und ab. Mit der geplanten Ansiedlung von Homann werden beide Zahlen weiter steigen, was die Notwendigkeit der neuen Straße unterstreiche, so Künzelmann.

Von Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Umland

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr