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Startschuss zum Bau der Südumfahrung Pirna fällt am 3. August

Spatenstich mit Bundesverkehrsminister Startschuss zum Bau der Südumfahrung Pirna fällt am 3. August

Die Vorarbeiten sind soweit vorangeschritten, dass am kommenden Donnerstag der offizielle Baustart für die Südumfahrung Pirna erfolgen kann. Neben Sachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) wird auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zum Spaten greifen.

An der Baustelle für die Südumfahrung im Seidewitztal führt die Zehstaer Straße bereits im U-Form vorbei.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Die Arbeiten zur Vorbereitung des Baus der Südumfahrung Pirna sind an der  Zehistaer Straße unübersehbar. In Höhe des Penny-Marktes wurde bereits reichlich Erdreich bewegt. Und die Straße macht jetzt einen „Knick“, damit der Verkehr ungehindert an der Baustelle für den Kreisverkehr, der die Auf- und Abfahrten zur künftigen Umgehungsstraße mit der „Zehistaer“ verbindet, sowie für die ersten Brückenbauwerke ungehindert vorbeirollen kann. Der offizielle Startschuss zum Bau der Südumfahrung also naht. Er findet am kommenden Donnerstag statt.

Rund 97 Millionen Euro hat das Bundesverkehrsministerium im vorigen September für das Großbauvorhaben frei gegeben, das Pirnas Innenstadt vom Durchgangsverkehr befreien soll. Da verwundert es nicht, dass am 3. August Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in die Sandstein-Stadt kommt und selbst zur Schippe für den symbolischen ersten Spatenstich greift. Er folgt damit einer Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus Brähmig, der sich über Jahre für den Bau der Ortsumgehung Pirna, kurz B 172n, in Berlin stark gemacht hat.

„Beharrlichkeit und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg sind die Väter des Erfolgs“, erklärte Brähmig. Sein Dank gilt all den Wegbegleitern aus der Region, die über Jahre maßgeblich zum Erfolg dieses wichtigen Infrastrukturprojektes beigetragen haben. Dazu zählen laut Brähmig besonders Pirnas OB Klaus-Peter Hanke (parteilos), Landrat Michael Geisler (CDU) und die parteiübergreifende Bürgerinitiative unter der Leitung von Klaus Leroff. Denn mit der Südumfahrung werde nach Brähmig die Region Sächsische Schweiz ganzheitlich an das europäische Schnellstraßennetz angebunden. Touristen würden in der Zukunft eine komfortablere An- und Abreise erleben und die Pirnaer könnten sich einen Rückgang des Verkehrs um mehr als 40 Prozent erhoffen.

Bis es soweit ist, müssen sich aber alle noch ein wenig in Geduld üben. Denn für die rund 3,8 Kilometer lange Strecke, die ab dem Autobahnzubringer in Höhe des Feistenbergs südlich von Pirna über das Seidewitz- und Gottleubatal bis zur Ebenheit Sonnenstein, wo sie auf die bestehende Bundesstraße trifft, verläuft, ist eine Bauzeit von fünf Jahren bis 2022 geplant.
Von der Planung bis hin zur Realisierung des Bauvorhabens ist die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) beauftragt. Im Bereich der  Brücken über die Seidewitz und über die Zehistaer Straße wurden bereits in den Wintermonaten Bäume gefällt. Im Mai begann die sogenannte Kampfmittelsondierung, die nun mit einer guten Nachricht ihren Abschluss fand. „Es wurden keinerlei Kampfmittel gefunden. Damit können die Verlegungsarbeiten für die Kabel und Medien an der Zehistaer Straße fortgeführt werden“, teilte die Deges mit. Einige Kabel und die später die neue B 172 kreuzende Gashochdruckleitung wurden bereits verlegt und gesichert. „Nun sind die Leitungen in der Zehistaer Straße dran“, so die Deges weiter. Damit die Arbeiten ohne Störung erfolgen können, wird seit dem 24. Juli der Verkehr über eine Umleitung in U-Form, auch Ω-Umfahrung genannt, an der Baustelle vorbeigeführt.  Die Verlegung der Versorgungsleitungen wird noch bis  November dieses Jahres andauern.

Von Silvio Kuhnert

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