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Startschuss für neues Hochwasser-Rückhaltebecken in Schmiedeberg

Startschuss für neues Hochwasser-Rückhaltebecken in Schmiedeberg

Ein neues Rückhaltebecken soll den Hochwasserschutz im Pöbelbachtal in Schmiedeberg und im Tal der Roten Weißeritz verbessern. Gestern fiel der Startschuss für das rund 50 Millionen Euro teure Bauwerk.

Umweltminister Frank Kupfer (CDU) saß persönlich im Bagger und nahm den symbolischen ersten Hub vor. Auch wenn danach ein Bauarbeiter den Schotter mit der Baggerschaufel wieder in das Loch kratzte: der Bau des 28 Meter hohen und auf der Dammkrone 200 Meter langen Walls beginnt.

Das Augusthochwasser 2002 hat in den Tälern der Weißeritz große Schäden hinterlassen. Künftig soll das Hochwasserrückhaltebecken Niederpöbel einen wesentlichen Beitrag zum Schutz vor Überschwemmungen am Lauf der Roten Weißeritz leisten. Entlang dieses Flusses gibt es bis auf die Talsperre Malter kaum Stauraum, die Fluten nach Starkniederschlägen bremsen können. Am Oberlauf gibt es nur die Speicherbecken in Altenberg. Mit dem neuen Rückhaltebecken können laut Hans Ulrich Sieber, Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung (LTV), rund 1,1 Millionen Kubikmeter Wasser im Einzugsgebiet der Roten Weißeritz zurückgehalten werden. Der neue Stauraum am Pöbelbach soll die Talsperre Malter entlasten. Für 2019 ist die Fertigstellung avisiert. "Es ist das sechste Rückhaltebecken, das die LTV seit 2002 baut", sagte Sieber und betonte gleichzeitig, dass die Tunnellösung für die S183 bzw. Pöbeltalstraße durch den Staudamm ein Unikat bleiben werde. "Der Straßendurchlass ist eine Ausnahme - eine Sonderlösung, die sich bei anderen Becken so nicht wiederfinden wird."

Auch wenn der Adressat dieser Botschaft nicht namentlich genannt wurde, war klar, dass sie an Liebstadt und die Bewohner des Seidewitztals gerichtet war. In beiden Tälern liegt die Straße direkt neben dem Gewässer. Im Seidewitztal soll das geplante Becken die Verbindung zwischen Pirna und Liebstadt kappen, in Niederpöbel wird es dagegen einen Tunnel geben. Im Hochwasserfall verschließen zwei Schütztafeln die Durchfahrt und machen wie Schleusentore den Damm dicht.

Gründe, warum diese Lösung nur im Pöbelbachtal und nicht im Seidewitztal eine Anwendung finde, listete Eckehard Bielitz, LTV-Betriebsleiter Oberes Elbtal, auf. Da seien zum einen die Baukosten. "Die Verlegung der Straße aus dem Tal wäre teurer geworden als der Bau eines Durchlasses", so Bielitz. Andererseits gab es erhebliche Probleme mit Naturschutzbestimmungen. Eine neue Autoroute würde durch wertvolle Weißtannenbestände führen. Der Schutz der Bäume zwang zu einer Alternative. Außerdem würden durchs Pöbelbachtal täglich mehr als doppelt so viele Fahrzeuge rollen als zwischen Pirna und Liebstadt. "Es gibt keine Straßensperrung während der Bauzeit", informierte Bielitz.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.08.2014

Silvio Kuhnert

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