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Umland Stadtwerke Meißen errichten neuen Hochbehälter am Kynastweg
Region Umland Stadtwerke Meißen errichten neuen Hochbehälter am Kynastweg
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08:47 17.10.2017
Beim ersten Spatenstich: OB Olaf Raschke (parteilos), MSW-Chef Hans-Jürgen Woldrich, Planer Mario Klippstein und Matthias Kestel von der Baufirma Swietelsky (v.l.). Quelle: PR
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Meissen

Die Meißner Stadtwerke (MSW) bauen am Kynastweg einen neuen Hochbehälter. Das in zwei Kammern gegliederte Trinkwasserreservoir oberhalb des Triebischtals soll einmal etwa eine Million Liter Wasser fassen. Allerdings soll der neue Hochbehälter erst Ende 2018 an das Trinkwassernetz angeschlossen und in Betrieb genommen werden. So lange werde es brauchen, alle Zu- und Ableitungen herzustellen, begründet Stadtwerke-Chef Hans-Jürgen Woldrich.

In Meißen entsteht damit der dritte neue Hochbehälter in den letzten zwölf Jahren. 2005 schlossen die MSW einen neuen Wasserspeicher auf der rechtselbischen Seite in Meißen-Bohnitzsch an. Vor zwei Jahren ging der Hochbehälter an der Bosel im Spaargebirge in Betrieb. Der nun begonnene Neubau soll später den nicht weit entfernt stehenden Hochbehälter an der Neuen Hoffnung ersetzen, der in die Jahre gekommen sei, wie Stadtwerke-Chef Woldrich sagt. Der nun begonnene Bau solle der vorerst letzte neue Hochbehälter in Meißen sein.

Die Standortsuche für den Neubau gestaltete sich dabei im hügeligen Stadtgebiet von Meißen einigermaßen schwierig. So ganz ideal ist der gefundene Platz auf dem Gelände der Felsenkellerei Meißen aus Sicht der Stadtwerke denn wohl auch nicht. Denn: Sie bekommen es an diesem Standort mit dem Denkmalschutz zu tun, was für ein technologisches Bauwerk, das noch dazu auf hohe Betriebssicherheit ausgelegt ist, eher unüblich ist. Gebaut wird der neue Hochbehälter anstelle des alten, der der Felsenkellerei das Wasser geliefert hat. Der inzwischen abgerissene Bestand stellte sich 2015 bei Untersuchungen als technisches Denkmal heraus, teilt das Unternehmen mit. Die MSW haben deshalb die Auflage, die Fassade des alten Bediengebäudes getreu nach dem historischen Vorbild wiederzuerrichten. Was sich auf die Baukosten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro auswirkt. Die MSW nehmen es mit Humor und versprechen, dass das neue Wasserreservoir „etwas ganz besonderes“ wird, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt.

Ist er in Betrieb gegangen, wird der neuen Hochbehälter die Stadtteile Kynast, Questenberg, Korbitz und Obermeisa, dazu die Anwohner der Jahnastraße und der Nossener Straße bis zur Freiheit sowie das Rote Haus mit Trinkwasser versorgen. Aufgabe des Hochbehälters ist es dabei vor allem, in der schwierigen Topographie der Porzellanstadt für den richtigen Wasserdruck zu sorgen. Das Wasser daraus stammt aus dem Wasserwerk Coschütz und wird von der Wasserversorgung Brockwitz-Rödern ins Meißner Stadtgebiet eingespeist, wo anschließend die Stadtwerke die weitere Verteilung über ihre Anlagen übernehmen. Insgesamt verbrauchen die Meißner nach im Jahr rund 1,35 Milliarden Liter Wasser aus der Leitung. „Das sind umgerechnet etwa 5,4 Millionen Regentonnen oder rund 113 Millionen Kästen Mineralwasser“, rechnet Sprecherin Lilly Schütze vor. Die Qualität des Wassers sei hervorragend, da könne man sich das Kistenschleppen ruhig sparen.

Von Uwe Hofmann

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