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Umland Stadtrat stimmt für Schul-Campus in Kleinwachau
Region Umland Stadtrat stimmt für Schul-Campus in Kleinwachau
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11:00 01.01.2018
So stellt sich das Radeberger Architekturbüro Dauphin den künftigen Schul-Campus vor: Unten, eingebettet im Hang, eine Sporthalle, darüber moderne Klassenzimmer der Grundschule und Räume, die mit der dahinter liegenden Förderschule gemeinsam genutzt werden. Quelle: Architekturbüro Dauphin geschickt von Bernd Lichtenberger
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Radeberg

Martin Wallmann, Geschäftsführer des Epilepsiezentrums Kleinwachau, ist ein Stein vom Herzen gefallen. Und wahrscheinlich hat der Radeberger Stadtrat ihm gleichzeitig ein großes Geschenk gemacht. Einmütig stimmte das Gremium auf seiner jüngsten Sitzung dem Vorschlag der Verwaltung zu, auf dem Gelände des Epilepsiezentrums einen Schul-Campus zu planen.

Dabei geht es gar nicht vordergründig darum, dem Epilepsiezentrum und seinen Bewohnern mit einem Millionen-Projekt einen Gefallen zu tun. Vielmehr beruht dieser „Gefallen“ auf Gegenseitigkeit, denn für die Stadt Radeberg als Schulträger ergibt sich mit dem Campus eine völlig neue Perspektive für die Grundschule und den ganzen auf Wachstum gerichteten Ortsteil Liegau-Augustusbad. Schon seit anderthalb Jahren kann die Grundschule ihren Schülern keinen vernünftigen Schulsport mehr anbieten, weil die Sporthalle der Ludwig-Richter-Schule im benachbarten Lotzdorf, die sie bis dahin mitnutzten, seit dem Erweiterungsbau der Richter-Schule restlos ausgelastet ist – so wie laut Ortsvorsteher Gabor Kühnapfel inzwischen auch die Turnhalle der Liegauer Kita ihre Kapazitätsgrenzen erreicht hat. Daran wird sich nach den Prognosen für die Entwicklung der Schülerzahlen ohne Zutun der Stadt in den nächsten 15 Jahren nichts ändern.

Die vernünftigste Lösung für den Konflikt – das ergab eine Studie – liegt in Kleinwachau. In unmittelbarer Nähe der dortigen Förderschule könnte eine neue Grundschule plus der so notwendigen Sporthalle entstehen. Außerdem bietet sich das derzeit leer stehende Gartenhaus des Epilepsiezentrums dafür an, dort den Schulhort unterzubringen. Die Zustimmung der Kleinwachauer Gesellschafter liegt inzwischen vor. Alle sind sich einig, dass damit eine Konstruktion entstehen könnte, die in Sachsen Pilotcharakter hätte. Ihr Ziel: eine möglichst optimale Inklusion, ein möglichst effektives und pädagogisch wertvolles Miteinander ohne Vermischung der beiden Schularten.

In einer Einwohnerversammlung Ende März wurde darüber informiert. Proteste wurden dort nicht laut. Dafür aber die Sorge mancher Eltern, Lerninhalte könnten sich verändern und ihre Kinder die Voraussetzungen fürs Gymnasium nicht mehr schaffen. Alexandra Baumgärtel, die Leiterin der Grundschule, gab damals Entwarnung. Schließlich bleibe es trotz der räumlichen Nähe bei zwei verschiedenen Schulen mit unterschiedlichen Lehrplänen. Sie hat vor allem die Vorteile der Grundschüler im Blick. Und das sind nicht wenige, denn die Liegauer Grundschule ist in die Jahre gekommen. Sie feiert im kommenden Jahr ihr 120-jähriges Bestehen. Was damals beim Neubau modern war, ist es heute längst nicht mehr. Es fehlt am Platz und von behindertengerecht kann gar keine Rede sein. Mit anderen Worten: Es fehlt längst nicht mehr nur an den Möglichkeiten für den Schulsport. Der war nur der Auslöser für das Projekt, das der Stadtrat jetzt zum Grundsatzbeschluss gemacht hat.

Über die Kosten wurde dort nicht gesprochen. Auf der Einwohnerversammlung im Frühjahr war von mindestens acht Millionen Euro die Rede. Alle sind sich deshalb einig, dass das Vorhaben ohne Fördermittel des Freistaates nicht zu stemmen ist. Umso wichtiger sei es, schon Pläne vorlegen zu können, wenn „ein Förderprogramm um die Ecke kommt“, hatte Stadtoberhaupt Gerhard Lemm (SPD) argumentiert. „Wer, wenn nicht wir? Wo, wenn nicht hier? Wann, wenn nicht jetzt?“, legte er voller Überzeugung vorm Stadtrat nach.

Von Bernd Lichtenberger

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