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Stadtmuseum lässt Herzstück der Reformations-Ausstellung restaurieren

Stadtmuseum lässt Herzstück der Reformations-Ausstellung restaurieren

Meißen. Wenigstens 70 Jahre hatte das keiner mehr gesehen: Der fertig restaurierte Großkarton "Luther auf dem Reichstag zu Worms" von Julius Schnorr von Carolfsfeld (1794-1872) wurde gestern im Meißner Stadtmuseum ausgerollt.

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Ein Ausschnitt des frisch restaurierten Kartons, der als Vorlage für ein 1869 gefertigtes Ölgemälde diente. Die Hand von Museumsleiterin Martina Fischer weist auf Martin Luther.

Quelle: Arno Burgi, dpa

Bei den Maßen von 307 mal 363 Zentimetern keine einfache Sache. Auch Restaurator Carsten Wintermann hat den Karton, der Schnorr von Carolsfeld als Vorlage für ein 1869 gefertigtes Historiengemälde diente, nie komplett gesehen. Er konnte in seiner Werkstatt, wo er acht Wochen an dem großformatigen Werk arbeitete, immer nur einen Meter aufrollen.

Nach dem ersten Blick nach langer Zeit haben Wintermann und Museumsleiterin Martina Fischer den Karton gleich wieder eingepackt: Das Bild soll Teil der 2017 geplanten Reformations-Ausstellung sein. Der Thesenanschlag Luthers jährt sich dann zum 500. Mal. Neben dem Karton vom Wormser Reichstag, auf dem Luther Kaiser Karl V. 1521 getrotzt und nicht widerrufen hatte, bildet ein Gemälde zum Augsburger Bekenntnis 1530 das zentrale Exponat der Reformations-Ausstellung. "Dazu kommen weitere imposante Exponate", sagt Fischer, ohne ins Detail zu gehen. Nur so viel vorab: Dargestellt werden sollen weniger die allgemeine Geschichte der Reformation, sondern die Veränderungen, die sie in Meißen mit sich brachte.

3400 Euro hat die Restaurierung des Kartons gekostet. Für das Museum ein großer Batzen Geld, wie Fischer erläutert. Sie könne nun aufatmen, weil es rechtzeitig geschafft sei. Möglich gemacht haben das die Landesstelle für Museumswesen und der Münchner Kunstförderer Stephan Seeliger. Letzterer ist seit Jahren Förderer des Stadtmuseums, sagt Fischer. Bei der Restaurierung des Kartons hat er wohl geholfen, weil das nach ihm gefertigte Ölgemälde im Münchner Maximilianeum hängt. Der Karton kam 1901 gemeinsam mit 24 anderen, die Szenen der Nibelungensage zeigen, aus dem Nachlass des Malers ins Stadtmuseum. Des Künstlers Sohn Franz Schnorr von Carolsfeld war damals als Oberbibliothekar der Königlich-Öffentlichen Bibliothek in Dresden tätig und mit Wilhelm Loose befreundet, dem Gründer des Meißner Stadtmuseums. Wie und wann die Kartons ausgestellt worden sind, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Spätestens 1945 verschwanden sie jedenfalls im Depot.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.01.2015

Uwe Hofmann

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