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Stadt Pirna startet Umfrage zur Zukunft der Ecke Schloßstraße am Marktplatz

Lückenschluss oder Grünoase Stadt Pirna startet Umfrage zur Zukunft der Ecke Schloßstraße am Marktplatz

Es ist die einzige grüne Ecke am Pirnaer Marktplatz – die kleine Freifläche vor dem binationalen Internat des Schiller-Gymnasiums gegenüber dem Canalettohaus. Vor über 28 Jahren stand dort jedoch noch ein Haus. Die Stadtverwaltung startet nun eine Umfrage, was die Pirnaer von einer Wiederbebauung halten

Architekturstudentin Anela Akynow hat sich für einen Wettbewerb bereits Gedanken über eine mögliche Bebauung der Ecke Schloßstraße/Frongasse gemacht.

Quelle: Archiv

Pirna. Eine klaffende Wunde in Pirnas Altstadt oder die einzige grüne Oase am Markt? – Die Pirnaer sollen ihre Meinung zur Ecke Schloßstraße/Frongasse sagen. Stadtrat und Verwaltung starten am kommenden Montag eine Bürgerbefragung über die Zukunft der Freifläche am Internat des Bilingualen Gymnasiums. Die Frage ist: Wünschen sich die Pirnaer einen Lückenschluss durch eine Neubebauung?

Die Idee einer Wiederbebauung kommt nicht von ungefähr. Denn das Eckgrundstück ist nunmehr seit über 28 Jahren eine Freifläche. Im Februar 1989 musste das sich dort befindliche Gebäude wegen Bauschäden weichen. Bei dem Bau hat es sich um eines der wertvollsten gotischen Stadthäuser gehandelt. Ursprünglich sollte es als Kopie wieder errichtet werden. Doch dazu kam es nicht, denn der Eilabriss machte eine gründliche Dokumentation sowie restauratorische Untersuchungen unmöglich. Die durch den Abbruch hervorgerufene Empörung führte mit zur Gründung der Bewegung „Rettet Pirna“, die sich gegen die Pläne zum Abriss des Teufelserkerhause erfolgreich zu Wehr setzte. Aus der Bürgerbewegung im Herbst 1989 ging das „Kuratorium Altstadt Pirna“ hervor. In den beiden Jahrzehnten danach wurde der historische Stadtkern fast vollständig saniert.

„Inmitten der Pirnaer Altstadt befindet sich eine seltene Baulücke im ansonsten geschlossenen Grundriss des Quartiers“, teilt Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin mit. Für einen Lückenschluss spricht die Wiederherstellung des ursprünglichen Quartierzuschnitts. Eine historisierende Rekonstruktion wird aber nicht angestrebt, sondern es soll ein zeitgenössisches Haus entstehen, das die Tradition des Ortes nicht vergisst.

Heute befindet sich auf dem Grundstück ein kleiner Spielplatz. Die Rutsche und zwei Spielelemente sowie Bänke zum Verweilen sind mittlerweile ein Anziehungspunkt für Familien mit Kleinkindern oder pausierenden Tagestouristen, lautet ein Argument gegen die Wiederbebauung. Außerdem kam nach Abbruch der Ziergiebel des heutigen Binationalen Internats zum Vorschein.

Ab kommender Woche finden Einwohner der Stadt Pirna im Bürgerbüro des Rathauses Informationstafeln mit umfangreicher Bebilderung zu beiden Varianten sowie ausliegende Umfragebögen. Zu den Öffnungszeiten des Bürgerbüros können die Bögen anonym ausgefüllt und in die vorhandene Urne eingeworfen werden. „Die Umfrage wird einen Monat lang durchgeführt“, informiert Nikitin.

Das Ergebnis der Umfrage soll dem Stadtrat bei seiner Entscheidungsfindung helfen, ob die Lücke bebaut wird oder erhalten bleibt. Die Idee zur Bürgerbefragung kam von der SPD/Grüne-Stadtratsfraktion, welche für den Erhalt und eine Aufwertung der kleinen Grünoase plädiert. „Fällt die Entscheidung zu Gunsten des Lückenschlusses aus, so wird die Stadt Pirna einen Wettbewerb ins Leben rufen, über den Entwürfe für eine mögliche Bebauung generiert und anschließend umgesetzt werden“, berichtet Stadtsprecherin Nikitin.

Von Silvio Kuhnert

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