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Stadt Coswig plant den Bau einer neuen Sporthalle im Spitzgrund

Schul- und Freizeitsport Stadt Coswig plant den Bau einer neuen Sporthalle im Spitzgrund

Auf dem Gelände des Förderschulzentrums „Peter Rosegger“ plant die Stadt Coswig, eine größere Sporthalle zu bauen. Mit dem Neubau möchte sie Kapazitätsengpässe beim Schulsport beseitigen. Auch Freizeitsportler sollen von dem vier Millionen Euro teuren Vorhaben profitieren.

Die marode Turnhalle neben der Förderschule möchte die Stadt Coswig durch einen größeren Neubau ersetzen.

Quelle: Silvio Kuhnert

Coswig. Am Haushalts- und Investitionsplan für dieses und nächstes Jahr arbeitet derzeit die Stadt Coswig. „Ein großes und ambitioniertes Projekt ist der Bau einer Zweifeld-Sporthalle“, kündigt Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) an. Sie soll im Spitzgrund am Standort des Förderschulzentrums „Peter Rosegger“ entstehen. „2018 wird geplant“, so Neupold weiter. Der Verwaltungsausschuss hat auf seiner jüngsten Sitzung die städtische Wohnverwaltungs- und Service GmbH (WVS) mit der Planung beauftragt. „2019 wird gebaut“, hofft das Stadtoberhaupt.

Auf die Fertigstellung der Sportstätte blickt Neupold schon mit freudiger Erwartung voraus. „Dort muss unbedingt eine neue Halle gebaut werden, denn die alte ist kaputt“, berichtet der OB. Die baulichen Mängel der bestehenden Turnhalle sind aber nicht der einzige Grund, warum die Stadt einen Ersatzneubau anstrebt. Es bestehen Kapazitätsprobleme beim Schulsport.

Am Schulstandort im Spitzgrund können zwar die beiden Grundschulen, eine staatliche und eine evangelische, ihren Sportunterricht abhalten, die evangelische Oberschule jedoch nicht. Ein Teil der Sportstunden müssen die Oberschüler außerhalb des Bildungszentrums West absolvieren. Die Unterrichtsplanung gestaltet sich jedoch schwierig, da die anderen Sporthallen der Stadt ebenfalls stark belegt sind. Des Weiteren bestehen im Freizeitbereich für den Kindersport Kapazitätsengpässe, da in den zurückliegenden Jahren verstärkt Hallenzeiten am Nachmittag durch zusätzliche Klassenbildungen und durch Ganztagsangebote belegt wurden.

Für eine Lösung der Kapazitätsprobleme stand die Sporthalle des Bildungszentrums West nicht zur Verfügung. Diese Halle könne nicht erweitert werden, wie die Stadtverwaltung informiert. Sie setzte sich daher mit dem Landratsamt in Meißen in Verbindung. Denn der Landkreis ist Träger des Förderschulzentrums mit der sanierungsbedürftigen Sporthalle. Beide einigten sich darauf, an diesem Schulstandort gemeinsam eine Zweifeld-Sporthalle zu errichten. Dabei würde ein Feld dem Förderschulzentrum und ein Feld für den Schulsport der Coswiger Regelschulen zur Verfügung stehen.

Wie OB Neupold meint, habe diese Lösung noch ein „riesiges Abfallprodukt“ im positiven Sinne zur Folge. Denn mit der neuen Halle könnte die Stadt nicht nur den Schülern etwas „Modernes“ bieten. „Sondern wir hätten zwei Felder für unseren Freizeitsport, worüber sich die Vereine sicherlich freuen werden“, so Neupold.

Die neue Halle möchten Stadt und Landkreis neben dem bestehenden Sportgebäude der Förderschule bauen. Nach der Fertigstellung soll die marode Einfeld-Sporthalle abgerissen werden. Auf der frei werdenden Fläche entstehen danach die notwendigen Parkplätze für die künftigen Hallennutzer. Rund vier Millionen Euro wird die Realisierung des Bauvorhabens nach jetziger Schätzung kosten. Die Investitionssumme wollen sich Stadt und Landkreis teilen.

Von Silvio Kuhnert

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