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Umland Staatsweingut Wackerbarth will linkselbische Rebflächen abgeben
Region Umland Staatsweingut Wackerbarth will linkselbische Rebflächen abgeben
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14:18 09.04.2018
Schloss Wackerbarth möchte sich von linkselbischen Rebflächen trennen. Quelle: dpa
Radebeul

Das Staatsweingut Schloss Wackerbarth will 10,3 Hektar Rebfläche in Dölzschen, Reichenbach und Polenz abgeben. Unternehmenssprecher Martin Junge sagte auf Anfrage, man sei in Gesprächen. Vier Weinbaubetrieben in Sachsen wurden die Flächen angeboten. Namen nannte Junge nicht.

2010 hatte Schloss Wackerbarth nach Junges Angaben von einem Winzerkollegen die Rebflächen übernommen, „da er gesundheitlich nicht mehr in der Lage war, diese selbst zu bewirtschaften“. Junge erklärte weiter: „Nachdem die Sächsisches Staatsweingut GmbH in den vergangenen Jahren die Ertragssituation und Wirtschaftlichkeit dieser linkselbischen Flächen verbessert hat, führt sie diese nun wieder dem freien Markt zu.“ Darüber hinaus verpflichte sich das Staatsweingut, die Trauben von rund 5,8 Hektar übergangsweise auch weiterhin für die Sektproduktion zu verwenden. Auf den linkselbischen Flächen wachsen Goldriesling, Kerner, Grauburgunder und Müller-Thurgau sowie die roten Rebsorten Dornfelder, Spätburgunder, Frühburgunder und Regent.

Erst am Wochenende hatte das Weingut Schloss Proschwitz angekündigt, Rebflächen zur Pacht abzugeben. (DNN berichteten.) Bis Jahresende würden dort noch Trauben für das Staatsweingut angebaut, hieß es. In Radebeul, Weinböhla und auf der Seußlitzer Heinrichsburg bewirtschaftet Schloss Wackerbarth künftig insgesamt 92 Hektar. Eine weitere Reduktion dieser Rebfläche ist nicht geplant. Schon vor Jahren hatte das Landeslandwirtschaftsamt auf steigende Weinbestände in vielen sächsischen Betrieben hingewiesen. Längst sind Sachsenweine keine Bückware mehr. Trotzdem sind erfolgreich wirtschaftende Familienbetriebe auch nach wie vor regelmäßig ausverkauft und auf der Suche nach Trauben aus der Region.

Von Lars Müller

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