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Sprüche machen Pirnas Schaufenster lebendig

Interview mit der Pirnaer Kalligrafin Juliana Dressel-Zagatowski Sprüche machen Pirnas Schaufenster lebendig

Wer aufmerksam durch die Straßen und Gassen der Pirnaer Altstadt geht, kann an etlichen Schaufenstern flotte Sprüche und Lebensweisheiten entdecken. Pirnas Kalligrafin Juliana Dressel-Zagatowski war an einigen Abenden unterwegs. Mit einem Kreidegemisch verzierte die Schönschreibexpertin die Fenster vieler Händler. Im DNN-Interview sagt sie warum.

Werbung für Pirnas Altstadt: Kalligrafin Juliana Dressel-Zagatowski verziert Schaufenster mit flotten Sprüchen und Lebensweisheiten.

Quelle: Daniel Förster

Pirna.

Frau Dressel-Zagatowski, Sie haben etliche Geschäfte in Pirna mit Sprüchen versehen. Warum?

Juliana Dressel-Zagatowski: Es ist eine Werbeaktion für die Altstadt. Wenn die Händler mit so einer Aktion gemeinsam auftreten, ist dies ein starkes Signal nach außen - für die Stadt, für Pirna.

Wie ist die Idee entstanden, die Schaufenster der Geschäfte mit Sprüchen zu versehen?

Es ist eine ganz lange Geschichte. Die Idee stammt nicht von mir. Sie kommt von der Aktion „Pirnatürlich“ und liegt schon mehr als zehn Jahre zurück. Zum Maifest überlegte man damals, was die Händler beitragen können. Jetzt hat die Idee das Citymanagement aufgegriffen und dies bereits zum zweiten Mal. Jana Türke sucht den Kontakt zu den Händlern und den Gewerbetreibenden und mit diesen wählt sie die Sprüche aus. Ich bin dann nur diejenige, die durch die Gassen und Straßen der Altstadt läuft und schreibt.

Weil Sie gerne schreiben?

Zum einen kann ich schreiben und ich schreibe sehr gerne. Andererseits geht es viel schneller, als wenn man die Buchstaben für die Sprüche erst aus Folien ausschneiden und dann an die Fenster kleben würde.

Was für Sprüche schreiben Sie denn auf die Fensterscheiben?

In diesem Jahr begann die Aktion bereits zum Muttertag. Da ging es um naheliegende Themen wie Frühling, Herzenswärme und Mutterglück. Bei jedem Geschäft versuchen wir natürlich, einen passenden Spruch zum Angebot zu formulieren.

Wie viele Geschäfte tragen den dieses Mal einen Spruch?

In diesem Jahr waren rund 100 bis 110 Geschäfte dabei. Die Sprüche zieren nicht nur eine Scheibe. Insgesamt habe ich 150 Schaufensterscheiben beschriftet.

Wie lange sind die Sprüche an den Schaufenstern zu lesen?

Dies hängt von den Gewerbetreibenden ab und inwieweit sie sich mit dem Spruch identifizieren können. Einige lassen den Schriftzug bis in den Sommer hinein stehen. Bei anderen macht sie der Fensterputzer zwischendurch mit weg. Durch den Regen in den vergangenen Tagen bin ich den ein oder anderen Schriftzug nachbessern gegangen. Insgesamt haben sich die Sprüche bislang gut gehalten.

Die Sprüche können also einfach abgewischt werden. Oder?

Ja! Die ganze Aktion ist von Anfang an temporär gedacht. Das Medium soll schnell sein, frisch aussehen und Bewegung ins Stadtbild bringen. So sind wir damals auf die Handschrift gekommen. Denn wie bereits gesagt, alles mit Folie aufkleben, ist viel zu umständlich. Für die Hand ist das Schreiben mit etwas Arbeit verbunden, aber in zwei Nächten ist es gut zu schaffen. Ich schreibe die Sprüche mit einem Kreidegemisch an die Schaufenster.

Interview: Silvio Kuhnert

Von Silvio Kuhnert

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