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Umland Sprengstoff kam angeblich per Paketsendung: Sammler muss ins Gefängnis
Region Umland Sprengstoff kam angeblich per Paketsendung: Sammler muss ins Gefängnis
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21:00 20.03.2018
Das waren nur Teile des Waffendepots. Quelle: Polizei
Kamenz/Ottendorf-Okrilla

Der wegen seiner illegalen Sammelleidenschaft verurteilte Robert G. muss hinter Gitter. „Das Verfahren ist beim Landgericht Bautzen abgeschlossen. Das Urteil ist nun rechtskräftig“, so eine Sprecherin des Amtsgericht Kamenz gegenüber DNN.

Dort war der damals 32-jährige Mann im September vergangenen Jahres wegen des vorsätzlichen Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen zunächst zu einer Freiheitsstrafe in Höhe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt worden (DNN berichtete).

Dagegen legte G. Rechtsmittel ein, hatte damit aber nur bedingt Erfolg. Am Ende blieb es für ihn bei neun Monaten Freiheitsentzug. G. hatte in seiner Wohnung und in einem in Ottendorf-Okrilla angemieteten Lagerraum rund 2,5 Tonnen Fundmunition gehortet. Auch 1,6 Kilogramm Pikrinsäure wurden bei einer Durchsuchung sichergestellt. Den Wert der Stücke schätzte der Angeklagte auf bis zu 18 000 Euro. Die Fundmunition will der Angeklagte auf Flohmärkten und über Internettauschbörsen erworben haben. Die Anlieferung soll nach seinen Angaben per Paketdienst erfolgt sein.

Als „Mister TNT“ ist der Mann in seiner Heimat bekannt. Quelle: Werner Peters

Die Beweise der Staatsanwaltschaft Bautzen stützten sich im Wesentlichen auf das Ergebnis zweier Hausdurchsuchungen. In einem vom Angeklagten angemieteten Lagerraum auf der Radeburger Straße und seiner Hermsdorfer Wohnung wurde im März und im Mai 2016 die Fundmunition aufgespürt. Darunter auch eine 15-Zentimeter-Sprenggranate. Teile der militärischen Altlasten enthielten Rückstände von hochexplosivem TNT.

Der Arbeitslose war der Justiz seit Jahren einschlägig bekannt. Im August 2011 wurde er wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer siebenmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Im November 2013 stand er erneut vor dem Richter. Polizei und Kampfmittelbeseitigungsdienst hatten in seiner damaligen Arnsdorfer Wohnung ein umfangreiches Munitionslager mit Granaten, Flak-Pistolen und anderer Munition aufgespürt (DNN berichteten).

Viele der Waffen hätten laut Polizei jederzeit noch in die Luft fliegen können. „Der spielt mit Menschenleben. So etwas lagert man doch nicht in einem Haus“, meinte ein entsetzter Nachbar damals.

Die Beamten und Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes waren angerückt, nachdem sie von einer Bekannten des Mannes über das Arsenal in Arnsdorf informiert worden waren.

Gemeinsam mit Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde transportierten sie die explosiven Fundstücke ab. Die besonders gefährlichen wurden noch vor Ort auf einem Feld unweit des Ortsteils Kleinwolmsdorf kontrolliert gesprengt.

Von wp

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