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„Speisen für Waisen“ in Radebeul

Spendenaktion „Speisen für Waisen“ in Radebeul

Edina Mimic lud am 9. Januar zum gemeinsamen „Speisen für Waisen“ ein. Auch Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) folgte dieser Einladung ohne zu zögern. Neben ihm noch sechs weitere Gäste, sowie Edinas Kinder. Die gemeinsame Hilfe für die Schwächsten verbindet und überwindet Grenzen.

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Sevgi Kulanoglu, Edina Mimic und Bert Wendsche (v.l.) am Buffet.
 

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Radebeul.  . Edina Mimic lud am 9. Januar zum gemeinsamen „Speisen für Waisen“ ein. Auch Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) folgte dieser Einladung ohne zu zögern. Neben ihm noch sechs weitere Gäste, sowie Edinas Kinder. “Die gemeinsame Hilfe für die Schwächsten verbindet und überwindet Grenzen. Sie geht jeden an”, begründet Wendsche seine Teilnahme. Die Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland rief diese Aktion ins Leben.

Das inzwischen fünfte„Speisen für Waisen“ findet seit dem 11. Dezember 2016 – dem Geburtstag des Propheten Mohammed – statt und dauert noch bis zum 31. Januar an. Deutschlandweit laden Muslime und Nichtmuslime Freunde, Bekannte und Interessierte zum gemeinsamen Essen ein. Für Edina Mimic ist der Abend eine Herzensangelegenheit. Sie kam selbst vor 24 Jahren als Kriegsgeflüchtete von Bosnien nach Deutschland. Auf jedem Teller liegt eine gehäkelte weiße Blume. Sie steht für das Kriegsverbrechen vom 11. Juli 1995 in Srebrenica. Dabei wurden 8 000 unschuldige Menschen an einem Tag umgebracht. Diese Blume wird von den Frauen in Srebrenica seit 2011 hergestellt und soll an dieses Verbrechen erinnern. Seit 16 Jahren lebt die Heilerziehungspflegerin in Radebeul und arbeitet in Freital. Die Lößnitzstadt suchte sie sich bewusst aus. „In Dresden oder Freital ist die rechte Szene viel spürbarer. Hier in Radebeul fühle ich mich sicherer“, erklärt sie. Zum Islam fand sie vor sechs Jahren. Bisher ist sie noch nicht auf Ablehnung gestoßen, auch ihre Kollegen und Schüler respektieren und berücksichtigen ihre Religion. Seit 2012 engagiert sie sich ehrenamtlich bei Islamic Relief und sammelt Spenden für Waisenkinder. Inzwischen kann sie dank der Unterstützung vieler Menschen 33 Waisenkinder jährlich finanziell unterstützen. Islamic Relief setzt das Geld in diesem Jahr für syrische Waisenkinder im Libanon ein, um ihnen trotz der miserablen Zustände eine Zukunft ermöglichen zu können. Im Islam ist es vorgeschrieben, Gutes in der Welt zu tun. Für Muslime bedeutet soziales Engagement also Ehre und Verantwortung. So spenden sie jährlich am Ende des Fastenmonats Ramadan für Bedürftige und zahlen eine jährliche Sozial-Abgabe, auch Armensteuer genannt. Diese entspricht 2,5 Prozent des Besitzes und kommt Menschen in Not zu Gute. Arme Menschen müssen diese Steuer nicht entrichten.

„Indem Muslime und Nichtmuslime zusammenkommen, gemeinsam essen und helfen, möchten wir gegenseitige Vorurteile abbauen und durch gemeinsames Engagement für Kinder in Not einen Beitrag zur Integration leisten“, erklärt Sevgi Kulanoglu, Leiterin des Berliner Büros von Islamic Relief Deutschland. OB Wendsche begrüßte dieses Engagement.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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