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Umland Sparkasse Meißen führt neue Kontogebühren ein
Region Umland Sparkasse Meißen führt neue Kontogebühren ein
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14:40 11.03.2018
Das Logo der Sparkasse. Quelle: imago/Müller-Stauffenberg
Meissen

Die Sparkasse Meißen führt neue Kontogebühren ein. Für Neukunden gelten bereits ab 1. März dieses Jahres neue Preise. Die rund 128000 Sparkassenkunden, die schon ein Privat- oder Geschäftskonto besitzen, haben noch zwei Monate Bedenkzeit und müssen sich bis 1. Mai für eines der drei neuen Modelle für private und gewerbliche Girokonten entscheiden.

Warum ändert die Sparkasse Meißen ihre Kontogebühren?

„Bei der Überarbeitung der Girokontenmodelle sind wir Nachzügler“, meint Rolf Schlagloth, Vorsitzender des Vorstandes. Andere Bankhäuser hätten ihre Gebührenstrukturen bereits angepasst. Die letzte Änderung bei der Sparkasse Meißen war vor vier Jahren. „Wir haben geschaut, ob die bisherigen Modelle noch zu der Entwicklung der Kosten passen“, führt der Sparkassenchef weiter aus. So verzeichnet die Bank steigende Ausgaben für ihre knapp 400 Beschäftigten. Neue Tarifverhandlungen stünden an. Und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordere ein Lohnplus von sechs Prozent, so Schlagloth. Zudem tätigt die Sparkasse immer wieder Investitionen in die IT-Sicherheit, um das Online-Banking und die Kundendaten noch besser vor Hackerangriffen zu schützen.

An welchen Kriterien orientiert sich das neue Gebührenmodell?

Die Sparkasse Meißen rückt von der Unterscheidung zwischen den Kategorien wie „Online-Kunde“ oder „Automaten-Nutzer“ ab. Sie orientiert sich künftig dagegen an der Anzahl und der Art einzelner Vorgänge und Aufträge. Kurzum: Wer wie viel monatlich an Kontogebühren bezahlt, hängt zum einen von den Kontobewegungen ab sowie andererseits, ob er oder sie die Dienste eines der 180 Berater in den 18 Geschäftsstellen in Anspruch nimmt oder sich an den Automaten bzw. am heimischen Computer per Onlinebanking selbst kümmert.

Was bedeutet das Modell „Das aktive Konto“?

Die rund 98000 Inhaber eines Privatkontos sollten ihr Verhalten genau studieren. Wer im Alltag auf Barzahlung setzt, kann gegenüber früher sogar ein wenig sparen. Betrug der niedrigste monatliche Grundpreis bislang 2,95 Euro, verlangt die Sparkasse künftig bei einem Modell „nur“ noch 1,99 Euro. Günstiger wird es aber nur für denjenigen, bei dem am Anfang des Monats quasi nur das Gehalt oder die Rente auf das Konto eingeht und wer diesen Betrag komplett abhebt. „Das aktive Konto“ heißt dieses Kontomodell. Allerdings anders als der Name suggeriert, sollte man nicht all zu viele Kontoaktivitäten an den Tag legen. Denn nur die ersten fünf Abhebungen sind gebührenfrei. Für jede Buchung z.B. per Online-Überweisung werden zwanzig Cent fällig. Wer den per Hand ausgefüllten Überweisungsträger am Bankschalter abgibt oder in den Briefkasten wirft, zahlt für jede Transaktion drei Euro. Die Geldkarte schlägt mit einem Jahrespreis von zwölf Euro zu Buche. Für den Kontoauszug aus dem Drucker werden ein Euro fällig.

Was bedeutet das Modell „Das clevere Konto“?

Bei dem sogenannten cleveren Konto bucht die Sparkasse monatlich eine Grundgebühr von 5,99 Euro ab. Bei diesem Modell muss der Sparkassenkunde kein zusätzlichen Gebühren für die Geldkarte sowie Kontobuchungen bezahlen. Kontoauszüge aus dem Drucker kosten 50 Cent und für jeden Dienst eines Mitarbeiters am Bankschalter werden 1,50 Euro fällig.

Was bedeutet das Modell „Das exklusive Konto“?

Hierbei handelt es sich um das dritte Gebührenmodell für Privatkunden. Der monatliche Grundpreis von 9,99 Euro deckt den gesamten Service rund um das Konto ab. Es fallen keine Extrakosten für Schalterdienste, Kontoauszüge oder Buchungen an. Zum Vergleich: Bislang waren all diese Dienste in einer Kontoführungsgebühr von 6,95 Euro enthalten.

Gibt es Rabatte?

Ja, und zwar bei den Modellen cleveres und exklusives Konto. Wer mindestens zwei weitere Sparkassenprodukte wie Kreditkarte, Bausparvertrag, Wertpapierdepot oder eine Versicherung besitzt, bekommt bei der Grundgebühr einen Euro erlassen, bei mindestens vier Produkten gibt es einen Nachlass von zwei Euro.

Was ändert sich für Geschäftskunden?

Rund 8000 Geschäftsgirokonten gibt es bei der Sparkasse Meißen. Bislang lag die monatliche Grundgebühr bei 8.50 Euro. Künftig staffelt sie sich von 9,99 Euro über 19,99 Euro bis zu 39,99 Euro. Für einzelne Buchungsposten sind bis zu 60 Prozent Rabatt möglich.

Müssen auch Jugendliche, Auszubildende und Studenten Kontogebühren bezahlen?

Nein! Für die rund 22000 Inhaber eines Jugendgirokontos ändert nichts. Ihr Konto bleibt gebührenfrei.

Wie sieht die Bilanz für 2017 aus?

Die Gesamtbilanz für das vergangene Jahr wollte Schlagloth noch nicht weitere verraten. 2017 sei ein erfolgreiches gewesen, ließ er sich entlocken. So stieg im Vergleich zum Vorjahr das Kreditvolumen um sieben Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Die Einlagen betrugen 2,3 Milliarden Euro, ein Plus von zwei Prozent.

Von Silvio Kuhnert

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