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Spätfrost bedroht sächsische Reben: Winzer rüsten sich

Weingut Spätfrost bedroht sächsische Reben: Winzer rüsten sich

Sachsens Winzer rüsten sich gegen drohende Spätfröste in den nächsten Tagen. „Die Winzer sind vorbereitet“, sagte der Vorsitzende des Weinbauverbandes, Lars Klitzsch am Dienstag. Mancherorts gebe es bereits erste Austriebe an den Rebstöcken. Dann könnten Temperaturen um den Gefrierpunkt das Gewebe schädigen.

Sachsens Winzer rüsten sich gegen drohende Spätfröste in den nächsten Tagen.

Quelle: dpa

Radebeul. Sachsens Winzer rüsten sich gegen drohende Spätfröste in den nächsten Tagen. „Die Winzer sind vorbereitet“, sagte der Vorsitzende des Weinbauverbandes, Lars Klitzsch am Dienstag. Mancherorts gebe es bereits erste Austriebe an den Rebstöcken. Dann könnten Temperaturen um den Gefrierpunkt - wie für die nächsten Tage in Sachsen angekündigt - das Gewebe schädigen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) können die Temperaturen in der Nacht auch im Tiefland auf bis zu minus sechs Grad fallen. Tagsüber liegen die Temperaturen zum Teil nur knapp über dem Gefrierpunkt.

Aus Angst vor Spätfrösten will das Staatsweingut Schloss Wackerbarth in den Weinbergen hunderte kleine Feuer entfachen. „Der aktuelle Kälteeinbruch in Sachsen fordert von den Winzern besondere Maßnahmen“, sagte Sprecher Martin Junge. Von diesem Dienstag an bis Freitag sollen daher in jeder Nacht rund 200 kleine Feuer in insgesamt acht Lagen in Diesbar-Seußlitz und Radebeul (Landkreis Meißen) kontrolliert entzündet werden, um die Lufttemperatur über dem Boden zu erwärmen.

Betroffen sind insgesamt 19 Hektar Rebfläche, darunter 5,5 Hektar besonders empfindliche Junganlagen der Rebsorten Müller-Thurgau und Bacchus auf der Seußlitzer Heinrichsburg. „Späte Frostperioden bedrohen vor allem die Knospen der Rebstöcke, die durch die plötzliche Kälte braun werden und abfallen“, so Junge.

Winzer Karl Friedrich Aust vom gleichnamigen Weingut in Radebeul will seine Rebstöcke schützen, in dem er die Ruten möglichst weit hoch bindet, um sie vor Bodenfrost zu schützen. Jungpflanzen werden mit Erde angehäufelt. „Es geht nicht nur um die Morgenstunden, sondern um mehrere Tage, das macht es schwierig“, betonte der Winzer. Aufgrund der kühlen Witterung der vergangenen Tage seien die Knospen allerdings noch nicht weit ausgetrieben. „Glück im Unglück“, so Aust.

Sollten weitere Spätfröste folgen, könnten die Rebstöcke mehrfach geschädigt werden. „Dann droht der Komplettausfall bis hin zur Neupflanzung.“ Bis circa Mitte Mai - den sogenannten Eisheiligen - drohen in der Regel in Deutschland noch Nachtfröste.

Auch die Obstbauern in Sachsen bangen angesichts der Temperaturen um ihre Ernte. „Es ist eine gefährliche Zeit“, erklärte Udo Jentzsch vom Obstbauverband. Kirsche, Johannisbeere und Apfel stünden vielerorts schon in Blüte. Fallen die Temperaturen deutlich unter null Grad, drohen Verluste bis hin zum Totalausfall. Manche Obstbauern arbeiteten daher mit Warmluft oder kleinen Feuern. Das funktioniere aber meist nur auf kleineren Flächen, hieß es.

dpa

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