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Umland Skulpturensommer nicht nur in den Bastionen
Region Umland Skulpturensommer nicht nur in den Bastionen
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19:32 26.06.2018
„Zwei Schuhschnäbel“ lautet der Titel der abgebildeten Kaltnadelradierung von Hans Scheib. Quelle: Foto: KTP
Pirna

Während des diesjährigen Skulpturensommers in Pirna dienen nicht nur die Bastionen auf dem Sonnenstein als Ausstellungsort, sondern zum ersten Mal findet auch eine Begleitausstellung im Stadtmuseum statt. Während hoch oben über der Stadt großformatige Holzplastiken und Bronzen des Bildhauers Hans Scheib gezeigt werden, sind im Musentempel am Klosterhof in der Altstadt ab kommenden Sonnabend für neun Wochen 21 Grafiken des Künstlers zu sehen. Sie geben Einblick in einen zweiten, sehr eigenständigen Bereich seines Schaffens.

„In diesem Metier bevorzugt Hans Scheib die Kaltnadelradierung. Mit skizzenhaft leichter Linienführung setzt er in seinen Porträts und Tierdarstellungen Akzente, die das Wesen des Lebendigen sowohl im Menschen als auch im Tier eindrucksvoll widerspiegeln“, teilte Karolina Manitz, Sprecherin der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna (KTP), mit. Die Kuratorinnen Christiane Stoebe und Gisela Protze haben in der Schau mit dem Titel „Hans Scheib – Spiel, Symbol und Fest“ zu den Radierungen korrespondierend sensible Kleinplastiken des Bildhauers vereint.

Hans Scheib, 1949 in Potsdam geboren und in Berlin aufgewachsen, gehört zu den wichtigsten deutschen Holzbildhauern der Gegenwart. Er studierte Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Seit 1976 ist er als freiberuflicher Bildhauer in Berlin tätig. 2014 erhielt Scheib für sein umfangreiches Radierwerk den Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung des Berliner Kabinett e.V.

Seine Figuren in der Freiluftausstellung der Bastionen erzählen von menschlichen Ängsten und Sehnsüchten. „Bemerkenswert ist, wie die im Ausdruck expressiv bis feinsinnigen, oft farbig gefassten Figuren den Dialog mit der archaischen Festungsarchitektur des Pirnaer Schlosses aufnehmen und dominieren“, so Manitz. Der Skulpturensommer 2018 gewährt mit den beiden Ausstellungsorten einen Einblick in Qualität und die Bandbreite des Werkes von Hans Scheib.

Die Ausstellung im Stadtmuseum Pirna, Klosterhof 2, kann bis zum 31. August 2018 jeden Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt beträgt vier, ermäßigt drei Euro. Zur Vernissage am Sonnabend, 30. Juni um 14 Uhr (Einlass ab 13.30 Uhr) ist der Eintritt kostenfrei. Nach der Begrüßung durch KTP-Geschäftsführer Christian Schmidt-Doll wird die Kuratorin Christiane Stoebe in die Ausstellung einführen. Musikalisch begleitet wird die Eröffnung durch den Saxofonist Frank Nestler.

Von Silvio Kuhnert

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