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Shakespeare trifft Müller-Thurgau: Radebeuler Grafiker gestaltet Sonderetiketten für Theaterwein

Shakespeare trifft Müller-Thurgau: Radebeuler Grafiker gestaltet Sonderetiketten für Theaterwein

"Angenehm trocken", sagt Markus Retzlaff anerkennend nickend, nachdem er das Weinglas abgesetzt hat. Der Radebeuler Grafiker schaute gestern Abend vorbei, als Mitglieder des Fördervereins Internationales Wandertheater Radebeul von ihm gestaltete Etiketten auf die Flaschen der diesjährigen Weinsonderedition klebten.

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Grafiker Markus Retzlaff, Vereins-Chef Herbert Graedtke, Weinkönigin Katharina Lai und Matyas-Kellermeister Hendrik Weber (v.l.) stoßen auf die neue Edition an.

Quelle: Uwe Hofmann

Der Wein, ein Müller-Thurgau, stammt in diesem Jahr vom Coswiger Weingut Matyas. Eine Entscheidung des 50-köpfigen Fördervereins, die Retzlaff sichtbar zu schmecken schien.

Es ist bereits das siebente Mal, dass der Förderverein eine Künstleredition mit 350 Flaschen auflegt. Diese werden nummeriert und für 14 Euro das Stück verkauft. Der Erlös der Aktion kommt jeweils einer Künstlertruppe oder einem Auftritt beim Internationalen Wandertheaterfestival zugute, das Ende September zeitgleich mit dem Herbst- und Weinfest auf dem Dorfanger und den Elbwiesen von Altkötzschenbroda stattfindet. So wurde im vorigen Jahr mit dem Theaterwein das Honorar der Künstlertruppe Prins te Paard finanziert, die auf den Elbwiesen vom Schicksal eines abgestürzten Bomberpiloten erzählten. Wofür die Einnahmen in diesem Jahr ausgegeben werden, steht noch nicht fest.

Den Förderverein hat der langjäh- rige Landesbühnen-Schauspieler und Mitbegründer der Karl-May-Festtage Herbert Graedtke gemeinsam mit Mitstreitern ins Leben gerufen. Das Schauspiel-Urgestein, das seit kurzem auch im Radebeuler Stadtrat sitzt, ist in sei-ner Rolle als Bacchus ein fester Bestandteil des Herbst- und Weinfestes. Die Idee der Aktion ist relativ simpel: In jedem Jahr wird ein anderer Künstler gebeten, unentgeltlich ein Etikett zum jeweiligen Motto des Wandertheaterfestivals zu gestalten. Auch der Wein stammt jedes Jahr von einem anderen Gut. So gab es bisher die Kombina- tion Detlef Reinemer mit einem Müller-Thurgau der Hoflößnitz (2007), Bärbel Kuntsche mit einem Bacchus des Weinguts Karl Friedrich Aust (2008), Peter Graf mit einem Müller-Thurgau des Winzers Frédéric Fourré (2009), Claus Weidensdorfer mit einem Weißburgunder von Volker Gerhardt (2010), Werner Wittig und ein Bacchus vom Staatsweingut Schloss Wackerbarth (2011), Horst Hille und ein Rotling vom Winzerhof Rößler (2012) und im vorigen Jahr ein Kerner vom Weingut Ulf Große mit einem von Ulrike Kunze entworfenem Etikett.

In diesem Jahr zeigt das Etikett, passend zum Motto "Vivat William!", einen Shakespeare mit Totenkopf, darüber ein abgewandeltes Hamlet-Zitat "Der Rest ist Reigen". Das ist nicht allzu blumig, "aber ich denke, auch nicht allzu dunkel", wie der Künstler Retzlaff meint. Er habe sich von der "ganz anderen Dramaturgie" des Barock, "einer weit entfernten Zeit", inspirieren lassen, wie er sagt. Zu haben sind die Flaschen auf dem Herbst- und Weinfest, beim Radebeuler Grafikmarkt im November und per Anfrage beim Förderverein, der sich am besten über seine Internetseite erreichen lässt. Die Adresse lautet: www.wandertheaterfestival.org.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.08.2014

Uwe Hofmann

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