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Schottische Hochlandrinder grasen in Pirna

Robuste Gesellen Schottische Hochlandrinder grasen in Pirna

Die Liebe zu den langhaarigen Rindtieren hat Karl Engelmann während eines Ostseeurlaubs entdeckt. Seither züchtet er Schottische Hochlandrinder in Pirna. Seine Tiere grasen auch regelmäßig in Dresden.

Die Liebe zu den langhaarigen Rindtieren hat Karl Engelmann während eines Ostseeurlaubs entdeckt. Seither züchtet er Schottische Hochlandrinder in Pirna.

Quelle: Dietrich Flechtner

Pirna. Rinder mit langem braunen Fell und großen Hörnern haben es dem Pirnaer Karl Langmann angetan. Seit 1995 züchtet er Schottische Hochlandrinder. Das erste Mal begegnet ist er der in unseren Breiten doch recht selten verkommenden Rasse jedoch nicht im hohen Norden der Britischen Inseln, sondern an der Ostsee. „Wir waren im Urlaub. Dort haben wir die Rinder am und im Wasser stehen sehen“, erinnert sich der 64-Jährige. Und es war quasi Liebe auf den ersten Blick. „Sie haben mir auf Anhieb gefallen“, berichtet der Mitarbeiter der Agrarproduktion „Zur Bastei“ in Lohmen.

Die Lust auf Tierzucht und Ackerbau wurde dem Mockethaler bereits in die Wiege gelegt. „Ich stamme aus einer Landwirtschaftsfamilie“, sagt Engelmann. Seine Eltern besaßen einen kleinen Betrieb, der sie einst ernährte und den sie zu DDR-Zeiten im Nebenerwerb weiterführten. „Den Hof gibt es nicht mehr, aber die Flächen noch“, berichtet der Landwirt. Die liegen in den Pirnaer Ortsteilen Mockethal und Zatzschke und erstrecken sich in Richtung Lohmen. Damit seine Herde von 30 Hochlandrindern auch richtig satt wird, hat Engelmann noch Wiesen hinzugepachtet. So grasen seine Tiere regelmäßig von Mitte April bis in den Spätsommer in Pillnitz. Dort standen sie bis vor Kurzem noch. Nun weidet ein Teil in der Nähe des Copitzer Kauflands, ein weiterer am Rande Mockethals.

Die Entscheidung, Schottische Hochlandrinder zu züchten, traf Engelmann nicht nur, weil er Gefallen an den Tieren gefunden hat, sondern auch aus ganz praktischen Gründen. „Es sind ganz robuste und winterharte Rinder. Für sie benötigt man keinen Stall in der kalten Jahreszeit“, führt er weiter aus. Ohne einen richtigen Bauernhof verfügt er über keinen eigenen Stall mehr. So können seine Rinder dank des dicken Felles auch im Winter auf der Weide stehen. Auch seien sie sehr pflegeleicht, was man angesichts der langen Haare gar nicht glauben mag. Für einen landwirtschaftlichen Laien schreien sie danach, intensiv gebürstet und gestriegelt werden zu müssen. Doch Engelmann verneint, die gutmütigen und langlebigen Rinder kümmern sich selbst um die Fellpflege.

Als Milchkühe sind Schottische Hochlandrinder ungeeignet. „Milch geben sie nur dem Nachwuchs“, so Engelmann. Er züchtet sie wegen des Fleisches. „Das ist etwas Besonderes, sehr feinfasrig und dunkel. Es geht in Richtung Wild“, führt Engelmann fort, der regelmäßig selbst schlachtet und eine lange Liste an Stammkunden beliefert. Das Fleisch soll zudem sehr cholesterinarm sein.

Der Landwirt sieht das Rentenalter nahen. Mit dem Eintritt möchte er auch bei seinem Hobby, der Rinderzucht, nach und nach kürzertreten. „Die Zahl der Tiere wird nach und nach reduziert. In fünf bis sechs Jahren soll dann ganz Schluss sein“, kündigt Engelmann an.

Von Silvio Kuhnert

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