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Schnelles Internet: Landkreis Sächsische Schweiz will Breitbandversorgung verbessern

Schnelles Internet: Landkreis Sächsische Schweiz will Breitbandversorgung verbessern

Rund 69 Millionen Euro an Fördermitteln flossen aus dem Programm "Integrierte Ländliche Entwicklung" (ILE) in den vergangenen sieben Jahren in den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Mit dem Geld wurden über 800 Projekte mit einer Gesamtinvestitionssumme von 132 Millionen Euro realisiert. Darüber informiert Landrat Michael Geisler (CDU) in seinem aktuellen Bericht an den Kreistag.

Mit den Fördermitteln wurden die Sanierung von Straßen, Wegen und Plätzen, der Umbau von Scheunen und anderen einst landwirtschaftlich genutzten Gebäuden zu Wohnungen, die Verbesserung der touristischen Infrastruktur sowie Wirtschaft und Kultur unterstützt. Die eine Hälfte der Vorhaben setzten die Kommunen um, die andere Hälfte sind privat finanzierte Projekte. Von den Fördermitteln gingen 30,3 Millionen Euro bzw. 44 Prozent der Gesamtsumme in die ILE-Region "Sächsische Schweiz". 73,6 Millionen Euro bzw. 54 Prozent der Mittel kamen Projekten in der ILE-Region "Silbernes Erzgebirge" zugute.

Mit dem Ende der aktuellen Förderperiode ist mit der Unterstützung des ländlichen Raumes nicht Schluss. Die Förderung läuft ab 2015 weiter. "Seit Mitte dieses Jahres entwickeln lokale Aktionsgruppen der zwei bisherigen ILE-Regionen neue Strategien für den Zeitraum bis 2020", heißt es in dem Informationsbericht. So sind beide Regionen dabei, sich um die Aufnahme in das Förderprogramm "Leader" zu bewerben. Dem Landkreis wurden für die kommenden fünf Jahre insgesamt 53 Millionen Euro an Fördermitteln in Aussicht gestellt. Davon würde das "Silberne Erzgebirge" 33,4 Millionen Euro erhalten und die Region "Sächsische Schweiz" 19,6 Millionen Euro. Für neue Projekte wurden bereits Konzepte erarbeitet. "Uns geht es um Themen, wie Familienfreundlichkeit unserer Kommunen, demografischer Dorfumbau, Mobilität für Alltag und Freizeit bis hin zum Breitbandausbau", so Kreischef Geisler.

Gerade bei der Breitbandversorgung für ein besseres und schnelleres Internet besteht Handlungsbedarf. Eine Downloadgeschwindigkeit bis zwei Megabit in der Sekunde (Mbit/s) ist im Kreisgebiet weiträumig, aber nicht flächendeckend verfügbar. "Im Bereich der aktuell geeigneten "Standardversorgung" liegt der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge unter dem sächsischen Landkreisschnitt", berichtet Geisler. Über eine mittlere Bandbreite über sechs Mbit/s verfügen im Kreis 86 Prozent der Haushalte. Der sächsische Landkreisschnitt beträgt 91 Prozent. 16 Mbit/s liegen gerade einmal bei 45 Prozent der Haushalte an - damit sieben Prozentpunkte unter dem Landkreisschnitt. "Eine relativ gute Versorgung wird nur nahe Dresden, im Osten des Landkreises (Hohnstein, Neustadt, Stolpen und Sebnitz) sowie in Rabenau, Dippoldiswalde und Glashütte erreicht", informiert Geisler. Beim schnellen Internet mit 30 bzw. 50 Mbit/s im Download liegt der Landkreis auf einem ebenso niedrigen Niveau wie die anderen Landkreise.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.12.2014

Silvio Kuhnert

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