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Umland Schneetreiben legt Stromversorgung und Schulbetrieb lahm
Region Umland Schneetreiben legt Stromversorgung und Schulbetrieb lahm
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17:11 09.01.2019
Vielerorts wurden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ganze Straßen aufgrund von Glätte, eingestürzten Bäumen oder liegen gebliebenen Fahrzeugen gesperrt. Quelle: Tino Plunert
Pirna

Im Dresdner Umland sorgte der anhaltende Schneefall am Mittwoch für trübe Stimmung bei Autofahrern und Bahnreisenden. Auf den Straßen kam es bereits in den frühen Morgenstunden zu erheblichen Verkehrsbehinderungen mit schwerwiegenden Folgen: Der Fahrer eines Opels auf der B 6 zwischen Goldbach und Großharthau verlor in den frühen Morgenstunden auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto und kollidierte frontal mit einem Renault, dessen Fahrerin verletzt ins Krankenhaus gebracht wurde. Zu einem weiteren Autounfall kam es am selben Morgen auf der S 95 in Richtung Pulsnitz. Die Fahrerin eines VW kam von der Fahrbahn ab, überfuhr einen kleinen Baum und landete schließlich im Straßengraben.

Sogar den Rettungskräften bereitete der Schnee erhebliche Schwierigkeiten: Drei Stunden dauerte die Bergung von zwei LKW, die gegen sechs Uhr auf der S 194 zwischen Hartha und Grillenburg in den Straßengraben rutschten und die Fahrbahn versperrten. Das gleiche Schicksal teilten Autofahrer auf zahlreichen Straßen, die durch liegengebliebene Fahrzeuge und umgestürzte Bäume blockiert oder komplett gesperrt wurden. Aufgrund des heftigen Wintereinbruchs ist der deutsch-tschechische Grenzübergang Oberwiesenthal seit dem Mittag auf tschechischer Seite gesperrt.

Schneebedeckte Bäume beschädigen Stromleitungen

Schnee und Eisglätte waren sowohl im Busverkehr des Regionalverkehrs Dresden (RVD), als auch auf Bus-, Straßenbahnlinien der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz (OVPS) die Ursache zahlreicher Verspätungen. Durch den Schnee bedingte Straßensperrungen veranlassten Streckenumleitungen einzelner Buslinien. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge waren insgesamt 17 Fahrzeuge des Landratsamts im Winterdienst unterwegs. Zusätzlich beauftragte der Landkreis Fremdunternehmen, die insbesondere in Altenberg mit den Schneemassen zu kämpfen hatten. Darüber hinaus legte der Schnee die Stromversorgung in mehreren Gemeinden lahm: Rund 2500 Kunden der Energie Sachsen Ost AG (ENSO) im Osterzgebirge waren von dem Ausfall betroffen. Vom Schnee beschwerte Baumkronen beschädigten Leiterseile und verursachten unter anderem Stromausfälle in Burkhardswalde, Schellerhau, Hartmannsdorf, Schmiedeberg und im Bahretal. Bis zum Mittag behob die ENSO den Großteil der Ausfälle wieder.

Unterrichtsausfall in Altenberg und Sebnitz

Einzig bei Wintersportfans und Schülern sorgte das Sturmtief „Benjamin“ für gute Laune. Schüler des Goethe-Gymnasiums in Sebnitz wurden am Mittwoch nach Hause geschickt. Genauso wie an der Knöchel-Oberschule in Sebnitz fällt dort der Unterricht am Donnerstag sogar komplett aus. Am Mittwochnachmittag fiel der Unterricht des „Glückauf“-Gymnasiums am Standort Altenberg aufgrund des Schneetreibens aus. Dort lag am Mittwochnachmittag bereits bis zu 70 Zentimeter Schnee. Die Wintersportanlagen in Altenberg stehen momentan jedoch still – zu heftig ist der anhaltende Schneefall. Der für Altenberg zuständige Forstbezirk Bärenfels rät deshalb sogar vom Begehen des Waldes ab. Einstürzende Bäume und Schneewehen bilden ein zu hohes Sicherheitsrisiko.

Ein Ende des Schneetreibens ist so schnell nicht in Sicht: Laut dem Deutschen Wetterdienst müssen sich Kraftwagenfahrer, Reisende, Wintersportler und Schüler ortsabhängig noch bis zum Wochenende auf Schneefall und starke Windböen in höheren Lagen einstellen.

Von Aaron Wörz

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