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„Schlammschlacht“ im Copitzer Hafen beginnt

Riesensaugbagger holt 2630 Kubikmeter belasteten Schlamm aus dem Hafenbecken „Schlammschlacht“ im Copitzer Hafen beginnt

Der Copitzer Hafen in Pirna wird endlich entschlammt. Ein Saugbagger soll bis Weihnachten 2630 Kubikmeter belastete Sedimente aus dem Wasser holen.

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2630 Kubikmeter kontaminierten Schlamm soll dieser Saugbagger an der Elbmündung des Hafens in Pirna-Copitz aus dem Wasser holen.

Quelle: Daniel Förster

Pirna. Die „Schlammschlacht“ im Copitzer Hafen an der Postaer Straße beginnt: Seit 15. Dezember holt ein Riesensaugbagger belasteten Schlamm aus dem vorderen ersten Drittel des Hafenbeckens. Das wird auch allerhöchste Zeit, denn das Hochwasser vom Juni 2013 hatte dazu geführt, dass insbesondere die vorderen Bereiche, die der Fortschritt Pirna e.V. als Liegeplätze für seine Boote nutzte, noch mehr verschlammten, als sie ohnehin schon waren. „Eigentlich bietet der Hafen Platz für 20 Segelboote, im Moment sind gerade mal 10 nutzbar, weil sich so viel Schlamm angesammelt hat“, erklärt Stadtsprecher Thomas Gockel. Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos) bezeichnet die beginnende Entschlammung denn auch als „Lichtblick für den Verein Fortschritt Pirna“.

Der Saugbagger beräumt allerdings nur ein Drittel des Hafenbeckens. Das letzte Mal teilentschlammt wurde das Becken 1986. Seitdem kämpfen die Mitglieder der Segelabteilung des Vereins dafür, dass der Hafen als Anlegestelle für Boote erhalten bleibt. Die Sportfreunde haben schon mehrmals schlechte Erfahrungen mit Fördermittelprogrammen gemacht. Zuletzt hatte die Stadt Pirna im Sommer 2015 wegen eines Formfehlers Schiffbruch bei der Förderung des Hafens erlitten (DNN berichteten). Insgesamt 2630 Kubikmeter angespülte belastete Sedimente müssen beräumt und auf eine Deponie gebracht werden.

Der Bagger löst den Schlamm zunächst, daraufhin wird er über eine 250 Meter lange Rohrleitung in insgesamt sechs Säcke aus Geotextil eingespült, die auf dem Parkplatz am Hafen ausgelegt worden sind. Dort drin entwässert der Schlamm bis zur deponiefähigen Konsistenz – sprich bis das Wasser wieder herausgelaufen ist. Anschließend werden die Geotextilsäcke aufgetrennt, damit ihr Inhalt fachgerecht entsorgt werden kann. Der Riesenbagger soll Gockel zufolge sein Werk noch im Dezember vollbringen. Entwässerung und Abtransport sind dann bis Frühjahr 2017 geplant.

Die Flut hat 2013 nicht nur Schlamm gebracht, sondern auch die Anlagen des Vereins Fortschritt Pirna zerstört. Deshalb bekommt der Sportverein 2017 einen neuen Geräteschuppen, einen Kranmotor und eine neue Bootswinde. Die Elektroanlage soll repariert werden, und der Hafen erhält einen neuen Steg. Gleichfalls erneuert werden die Hafenbettpflasterung, die Stützmauer und die beiden Sitzbänke in diesem Bereich.

Die Kosten betragen 458 000 Euro und werden vom Freistaat und vom Bund aus dem Topf für die Beseitigung der Hochwasserschäden von 2013 gefördert.

Von Katrin Richter

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