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Schifferverein muss sich bei der letzten Fastnacht im Elbtal gedulden

Wehlen Schifferverein muss sich bei der letzten Fastnacht im Elbtal gedulden

Die Reigen und die fröhliche Zeit der Schifferfastnächte im Oberen Elbtal ist zu Ende. Am Sonnabend gab es in Stadt Wehlen das letzte Schifferfest des Jahres in der Sächsischen Schweiz. Veranstaltet wurde es vom Schifferverein zu Stadt Wehlen.

 
 

Quelle: Daniel Förster

Stadt Wehlen.  Die Reigen und die fröhliche Zeit der Schifferfastnächte im Oberen Elbtal ist zu Ende. Am Sonnabend gab es in Stadt Wehlen das letzte Schifferfest des Jahres in der Sächsischen Schweiz. Veranstaltet wurde es vom Schifferverein zu Stadt Wehlen, der 2010 sein 200-jähriges Jubiläum feierte und 17 Mitgliedern zählt. Früher waren es bis zu 120 Mitglieder. Seit über 100 Jahren vertreiben die Wehlener als letzte den Winter aus der Sächsischen Schweit.

Ab Mittag herrschte buntes Treiben auf dem Markt. Kurz vor dem offiziellen Start des Schifferfestes stimmten die Krippentaler Muntermacher auf den Festumzug ein. Wegen einer Hochzeit in der Radfahrerkirche Stadt Wehlen musste die traditionelle Zeremonie vor dem Rathaus später als sonst üblich beginnen. Das lautstarke Geläut der Kirchenglocken, mit dem die Kirchgemeinde dem frisch vermählten auswärtigen Paar einen herzlichen Gruß in den Ehehafen gab, verstummte erst nach einer Viertelstunde. Das Glockenspiel hätte jedes Wort der Ansprache übertönt.

Bis die offizielle Festansprache begann, verharrten die Schiffer und Gäste an den Biertischen in der Frühlingsonne. Schließlich nahm Karlheinz Petersen, Sprecher des Wehlener Schiffervereins, das Zepter in die Hand. Sämtliche Schiffervereine aus dem Oberen Elbtal und eine Abordnung des „Welyner Faschingsclubs“ (Faschingsverein Wehlen) und der Privilegierten Schützengilde 1527 aus Wehlen überbrachten nach altem Brauch ihre Glückwünsche und überreichten den Gastgebern Geschenke.

Mit einem „Volldampf voraus“ und einem Tusch der Krippentaler Muntermacher setzte sich der Festumzug entlang der Elbe vom Markt in Bewegung. Zunächst ging es „stromaufwärts“ zur Mennickestraße und dann durchs Wehlstädtel. Vereinsmitglieder trugen an der Spitze des Umzugs ihre bunten Traditionsfahnen – so Bernd und Max Frenzel, Kapitäne der Personenschifffahrt Oberelbe, die mit ihrer Reederei die MS „Sächsische Schweiz“, die MS Bastei und den nostalgischen Dampfer „Sachsenwald“ betreiben.

Nach den Abordnungen der Vereine reihte sich die „Flotte“ ein. Wie seit 15 Jahren halfen dabei Schiffsmodellfreunde des Modellsportvereins MSV Sächsische Schweiz e.V. Pirna. Sie trugen auch das herausragendste und größte der sechs Schiffmodelle: einen Nachbau der „Gorch Fock“, das Segelschulschiff der Deutschen Bundesmarine. Ihm folgte ein originaler Nachbau eines Frachtkahns mit Segel, 1907 von einem alten Schiffer im Winter gebaut. „Stromauf ließen sich diese Kähne mit der Dampfschifffahrt schleppen und stromab sind sie allein gefahren, indem sie die Segel setzten“, erklärt Andreas Matthes, neuer Vorsitzender des Schiffervereins zu Stadt Wehlen e.V.. Im Umzug zu betrachten waren auch ein kleiner Lastenkahn, ein Nachbau des Kettenschleppdampfers „Gustav Zeuner“und zwei Lastkähne.

Nicht nur bei der Begrüßung. sondern auch unterwegs im Wehlstädtl gab es Proviant, wurde die „Fracht“ eingesammelt. Als Dankeschön spielte die Kapelle den Spendern jeweils ein Ständchen. Nach dem Marsch durch die Stadt ging es weiter, landeten die Umzugsteilnehmer „ im Hafen“, sprich im Restaurant Wehlener Elbpegel. Dort saßen sie am Nachmittag und Abend gemütlich beisammen und feierten bis in die Nacht.

Von Daniel Förster

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