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Schenkung – Doppelt hält besser

Missgeschick im Ausschuss Schenkung – Doppelt hält besser

So etwas ist uns noch nicht passiert“, sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) kopfschüttelnd. Da hatten die Stadträte im Finanz- und Verwaltungsausschuss Anfang des Monats lang und breit die Annahmen einer Schenkung des Radebeuler Künstlers Dieter Beirich diskutiert und am Ende auch mit großer Mehrheit dafür gestimmt. Dachten sie zumindest.

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Quelle: Martin Förster

Radebeul. „So etwas ist uns noch nicht passiert“, sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) kopfschüttelnd. Da hatten die Stadträte im Finanz- und Verwaltungsausschuss Anfang des Monats lang und breit die Annahmen einer Schenkung des Radebeuler Künstlers Dieter Beirich diskutiert und am Ende auch mit großer Mehrheit dafür gestimmt. Dachten sie zumindest. Denn als die Stadtratsbeauftragte Simone Matthes den Beschluss im Büro des Stadtrats zu den Akten legen wollte, blieb ihr die Spucke weg: Auf der entsprechenden Unterlage fand sich kein Beschlusstext. „Wir haben etwas beschlossen, ohne zu wissen, was es ist“, sagt OB Wendsche. Das sei weder ihm, noch einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung oder den Stadträten aufgefallen, wundert er sich. Nur die Stadtratsbeauftragte Matthes hatte aufgepasst.

Auf der jüngsten Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses haben die Stadträte nun den Beschluss nachgeholt, und das einstimmig. Ein Konvolut mit 42 Werken des Malers und Grafikers Dieter Beirich kann nun in die Radebeuler Kunstsammlung übergehen, die von der Stadtgaleristin Karin Baum verwaltet wird.

Kulturell ein großer Gewinn für die Stadt, rein numerisch ein kleiner. Um sich die Ermittlung des Werts der Schenkung durch ein wenigstens 2000 Euro teures Gutachten eines Experten zu sparen, hat man einfach einen symbolischen Wert von einem Euro je Kunstwerk angesetzt. Die dem eigentlichen Wert sicher nicht im entferntesten angemessene Summe dient dabei allein als rechnerische Größe für den laufenden Haushalt. Grund, sich despektierlich behandelt zu fühlen, hat der Maler Beirich also nicht. Zumal die Stadträte seiner Schenkung sogar doppelt zugestimmt haben. uh

Von Uwe Hofmann

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