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Sanierung der Georgenburg schreitet voran

Festung Königstein Sanierung der Georgenburg schreitet voran

Puzzlearbeit auf dem Königstein: Die bei der seit vergangenem Herbst laufenden Sanierung der Georgenburg wiederentdeckten Holzbalkendecke aus der Renaissance wird derzeit rekonstruiert. Auch in den anderen Räumen des ältesten Teil der Westbebauung wird fleißig gearbeitet. Mitte nächsten Jahres sollen dort neue Ausstellungsräume öffnen.

Diplom-Restauratorin Tina Dömling nimmt Maß für ein weiteres Teil der wiederentdeckten Renaissancedecke. Sie baut die Holzbalkendecke aus dem frühen 17. Jahrhundert zusammen, die seit 1725 überbaut und somit versteckt war.

Quelle: Silvio Kuhnert

Königstein. Es gleicht einer Puzzlearbeit, die Diplom-Restauratorin Tina Dömling in den einst kürfürstlichen Gemächern der Georgenburg auf der Festung Königstein derzeit vollbringt: Sie setzt die Holzbalkendecke mit Renaissancebemalung wieder zusammen. Über 300 Jahre war sie hinter Zwischendecken versteckt. Sie kam bei der im vergangenen Herbst begonnen Sanierung des ältesten Teils der Westbebauung zum Vorschein.

„Die historischen Teile wurden konserviert und gereinigt“, berichtet Dömling. Da nicht die vollständige Decke aus dem frühen 17. Jahrhundert erhalten blieb – schätzungsweise ein knappes Viertel existiert noch –, werden die fehlenden Teile durch neue Fichtenbretter ergänzt. Ob sie ebenfalls mit Ornamenten reich geschmückt werden wie die Originalteile, sei noch nicht entschieden, informiert die Dresdnerin, die mit ihrem Zollstock gerade Maß für das nächste Brett nimmt, das zwischen die Balken kommt.

Die Renaissancedecke ist nicht die einzige Wiederentdeckung in der Georgenburg. Bauleute stießen im Erdgeschoss auf Sandsteinplatten, als sie die späteren Fußbodenaufbauten aus mitunter mit Teer kontaminierten Dielen rund 30 Zentimeter abtrugen. Diese stammen aus jener Zeit, als die mittelalterliche Burganlage zu einem kurfürstlichen Jagdschloss umgebaut wurde. 1619 war die Fertigstellung. „Und an verschiedenen Stellen wurde das Gebäude direkt auf Sandstein gebaut“, sagt Dr. Ulf Nickol, Leiter der Niederlassung Dresden I des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), als er auf ein Stück Fußboden zeigt, wo der einst bearbeitete Fels deutlich zu erkennen ist.

Über den Originalfußboden im Erdgeschoss, der ehemaligen Küche des Jagdschlosses, werden Festungsbesucher voraussichtlich im Sommer 2018 selbst laufen können. Denn mit der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts der Westbebauung, die für Mitte nächsten Jahres geplant ist, erhält die Festung neue Ausstellungsräume. Hier möchte Festungschefin Dr. Angelika Taube das Leben der einfachen Festungsbewohner darstellen. In Nachbarräumen werden die Zeit als Staatsgefängnis sowie die Baugeschichte thematisiert. Die beiden Obergeschosse beherbergt die Verwaltung. Rund 2,9 Millionen Euro investiert der Freistaat in die Sanierung der Georgenburg.

Von Silvio Kuhnert

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