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Umland Sanierte Stadtgärtnerei gibt Streetworkerin Obdach
Region Umland Sanierte Stadtgärtnerei gibt Streetworkerin Obdach
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10:13 15.04.2017
Archivbild Quelle: Uwe Hofmann
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Meißen

Die schweren Schäden, welche das Hochwasser 2013 an der Meißner Stadtgärtnerei verursachte, sind Geschichte. Auch die Spuren des nachfolgenden Brandes sind beseitigt. Nach einem Jahr Bauzeit und einer umfangreichen Entkernung erstrahlt die Anlage in der Wiesengasse in neuem Glanz.

Künftig soll das Gebäude neben der herkömmlichen Nutzung als Stadtgärtnerei des Bauhofes auch für soziale Aspekte genutzt werden. Die städtische Stiftung „Soziale Projekte“ wird verschiedene Räume für ihre Arbeit nutzen und auch die Streetworkerin Aliki Reyes bezieht bald ihr eigenes Büro im frisch sanierten Gebäude. Das erleichtert es den Jugendlichen, sie in Zukunft zu erreichen.

Natürlich wurden bei den Umbaumaßnahmen auch Eventualitäten wie etwa ein weiteres Hochwasser bedacht. Somit wurden die alten Holztreppen durch massive Treppenhäuser ersetzt und zusätzliche Fluchtwege über einen Laubengang geschaffen. Die Haustechnik sowie die Heizungsanlage haben im Dachgeschoss einen Platz gefunden und sind dadurch vor einem neuerlichen Hochwasser geschützt. Auf Dämmmaterialien, welche durch Wasser beschädigt werden könnten, wurde ganz verzichtet. Böden wurden gefliest und Sanitäranlagen auf Putz installiert, so dass sich diese Bereiche schnell reinigen, trocknen und wieder nutzen lassen.

Im Erdgeschoss befinden sich seit dem Umbau lediglich Garagen, Kaltlager, ein Sanitärraum und ein Pausenraum. Der Fußboden wurde an die Höhe des Bodens auf dem Außengelände angepasst, so kann ein Zulaufen und Stehenbleiben von Wasser verhindert werden. Im Obergeschoss sind Umkleide-, Sanitär- und Büroräume angeordnet.

Das Untergeschoss wird teilweise verfüllt und der Rest bleibt ungenutzt. Das Meißner Planungsbüro Voigt plante die umfangreiche Baumaßnahme und setzte diese auch um. Die Hauptbauarbeiten verrichtete das Meißner Unternehmen Brumm Bau GmbH.

Die Stadt Meißen investierte knapp 780 000 Euro in das Projekt. Ein Großteil der Kosten wurde aus Mitteln der Hochwasserschadensbeseitigung und Versicherungsgeldern finanziert. Ohne diese Mittel wäre das Gebäude vermutlich abgerissen worden.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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