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Sächsisches Bildungsinstitut gibt 950.000 Euro für die Lehrerfortbildung aus

Sächsisches Bildungsinstitut gibt 950.000 Euro für die Lehrerfortbildung aus

Meißen/Radebeul. Musik spielte gestern im Schlosshof Siebeneichen in Meißen. Hier im Tagungszentrum des Sächsischen Bildungsinstituts (SBI) bot sich für Außenstehende ein etwas irritierendes Bild.

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Über 100 Musik- und Kunstlehrer aus ganz Sachsen tanzten zum Abschluss der Sommerkunstwoche im Schloss Siebeneichen in Meißen.

Quelle: Martin Förster

Musik- und Kunstlehrer aller Altersgruppen schritten paarweise, einem Menuett ähnlich, durch den Innenhof, bildeten verschiedene Formationen und Figuren. Hier und da hörte man Kichern. Doch die Tanzeinlage hatte durchaus einen tieferen Sinn: Die Didaktik spiele in dieser Übung eine Rolle, erklärte Henno Kröber, Referent für Musik, Kunst und Sport im Fortbildungsbereich des SBI. Bei dieser Polonaise gebe das erste Paar die Bewegungen vor. Diese werden weitergegeben, ohne sie ausdrücklich zu erklären.

Über 100 sächsische Pädagogen aus allen Schularten - von der Förderschule bis zum Gymnasium - haben im Schloss an der Sommerkunstwoche des SBI teilgenommen. Sie haben hier gewohnt und in verschiedenen Workshops Skulpturen aus Sandstein gehauen, gezeichnet, musiziert, Graffiti gesprüht, Filme gedreht und Keramiken hergestellt. Am Freitag gab es die große Abschlusspräsentation.

"Die Lehrer nehmen ihre Ferien auch, um sich weiterzubilden", betont Kröber, der die Kurse konzipiert und teilweise geleitet hat. Pro Jahr bereitet er etwa 40 Kurse, Fachtagungen, Workshops und Symposien vor. Die Sommerkunstwoche ist seit 20 Jahren eine feste Größe im Programm des SBI und findet regelmäßig in der zweiten Woche der großen Ferien statt. Die Plätze dafür sind unter den Pädagogen heiß begehrt.

"Die Atmosphäre hier ist einfach schön, das Gemeinschaftliche. Und, dass man künstlerisch arbeiten kann", sagt Birgit Hornschuh, die schon häufiger die Sommerkunstwoche wahrgenommen hat. Die 51-Jährige unterrichtet am Dresdner Pestalozzi-Gymnasium Kunst und Deutsch. Bei der Fortbildung könne man neue Sachen ausprobieren, bevor man sie im Unterricht umsetzt, erklärte sie. Sonst habe man kaum die Gelegenheit dazu. Auch die Leipziger Lehrerin Heike Hornauf-Galle schwärmte von dem Angebot. "Ich bin schon zum zehnten Mal hier", sagt die Kunst- und Deutschpädagogin der Thomasschule, ein musisch geprägtes Gymnasium im Leipziger Bachviertel. Die 51-Jährige mag vor allem den künstlerischen Austausch unter den Kollegen, fernab der schulischen Alltagsprobleme. "Man wird ja mit der Zeit ein bisschen betriebsblind", findet die Gymnasiallehrerin. Auch der körperliche Einsatz tue gut. "Im Unterricht nimmt man sich ja als Lehrer eher zurück."

Die Weiterbildung ist in Sachsen für Lehrkräfte kostenfrei. So fielen bei der Kunstwoche pro Teilnehmer nur 50 Euro Materialkosten an. Insgesamt 950 000 Euro investiert das SBI in diesem Jahr in Lehrerfortbildungen, wie die Institutssprecherin Silvana Kogel auf DNN-Anfrage berichtet. Dabei wird etwa ein Drittel (345 000 Euro) für die Dozentenhonorare ausgegeben. Mit den verbleibenden 605 000 Euro werden die Reisekosten und die Verpflegung der Pädagogen sowie weitere Nebenkosten finanziert.

Das Sächsische Bildungsinstitut - eine nachgeordnete Behörde des Kultusministeriums - kümmert sich von seinem Sitz in Radebeul an der Dresdner Straße 78c aus um die sachsenweite Fortbildung der Lehrkräfte. Im Gegensatz zur Sächsischen Bildungsagentur, die mehr die regionalen fachlichen Weiterbildungen übernimmt, organisiert das SBI zentrale Veranstaltungen, die sich an spezielle Zielgruppen richten und bietet Sonderformate wie Symposien und Fachtagungen an. Insgesamt 160 Mitarbeiter sind beim SBI angestellt. Neben der Konzipierung und Organisation von Weiterbildungsprogrammen führen die dort tätigen Referenten externe Schulevaluationen durch und entwickeln Lehrpläne, Bildungskonzepte und pädagogische Grundlagen weiter.

@www.sbi.smk.sachsen.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.07.2013

Madeleine Arndt

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