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Umland Sächsische Winzergenossenschaft beginnt mit der Weinlese
Region Umland Sächsische Winzergenossenschaft beginnt mit der Weinlese
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15:45 06.09.2016
Die Sächsische Winzergenossenschaft Meißen hat mit der Lese der ersten Trauben begonnen. Quelle: dpa (Archiv)
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Radebeul

Die Sächsische Winzergenossenschaft Meißen hat mit der Lese der ersten Trauben begonnen. In den Weinbergen hänge ein in Menge und Qualität vielversprechender Jahrgang, erklärte Geschäftsführer Lutz Krüger am Dienstag. Beim Leseauftakt in der Lage „Merbitzer Bauernberge“ nahe Dresden wurde ein Mostgewicht von 72 Grad Oechsle gemessen. Für die frühe Sorte Müller-Thurgau ein guter Wert, so Krüger. Das Wetter hat in diesem Jahr mitgespielt. In den nächsten Wochen steht die Lese der Sorten Goldriesling, Bacchus, Weißburgunder und zum Schluss Riesling auf dem Plan.

Die Winzergenossenschaft, die in den vergangenen Monaten mit Verlusten durch belasteten Wein zu kämpfen hatte, gab sich zum Lesebeginn vorsichtig optimistisch: „Wir sind noch lange nicht durch, aber wir sehen ein Licht“, sagte Krüger mit Blick auf den Weinskandal. Die Umsätze seien zwar niedriger als normalerweise, aber in diesem Jahr doch besser als erwartet. Konkrete Zahlen nannte Krüger nicht.

In Sachsen haben insgesamt sechs Weinbaubetriebe das unerlaubte Pflanzenschutzmittel Dimethoat verwendet, auch bei der Winzergenossenschaft wurden belastete Weine gefunden - Zulieferer hatten belastete Trauben abgegeben. Insgesamt beliefern rund 1500 Hobby- und Kleinwinzer die Genossenschaft. „Die allermeisten arbeiten sauber in ihrem Weinberg“, betonte Krüger.

Zu Beginn der Lese habe man zu den üblichen Stichproben ein System entwickelt, um weitere Kontrollen durchzuführen. So werde vor allem der Jungwein im Tank kontrolliert. Eingefrorene Traubenproben sollen es möglich machen, mögliche Verursacher im Nachhinein ausfindig zu machen. Krüger hofft, mit dem neuen Jahrgang endlich einen Schlussstrich unter die vergangenen Monate ziehen zu können.

Es gebe heute in Deutschland keinen Wein, der besser kontrolliert werde als der sächsische, sagte der Meißner Landrat Arndt Steinbach (CDU). „Der Verbraucher kann davon ausgehen, dass der Wein von bester Qualität ist.“ Immer noch klagen die Winzer nach dem Imageschaden über Umsatzeinbußen. „Ziel ist es, dass wir diesen Einbruch wieder ausgleichen“, so Steinbach.

Sachsen hat als Folge sein Prüfverfahren geändert und lässt künftig alle Qualitäts- und Prädikatsweine zentral und ausschließlich über die Landesuntersuchungsanstalt (LUA) unter anderem auf Geschmack und Qualität analysieren. Bisher waren auch andere Labors zugelassen.

dpa

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