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Sächsische Schweiz lockt mehr Urlauber an

Tourismus Sächsische Schweiz lockt mehr Urlauber an

Die Tourismusregion Sächsische Schweiz konnte in der Gunst von Urlaubern weiter zulegen. So verzeichnete der Tourismusverband von Januar bis Oktober 2016 den größten Zuwachs an Übernachtungen in Sachsen. Ein Sorgenkind bleibt allerdings die kalte Jahreszeit

Die Basteifelsen verlieren auch im winterlichen Nebel nichts von ihrem Reiz.
 

Quelle: Tourismusverband Sächsische Schweiz

Pirna. Die Sächsische Schweiz war auch 2016 eine beliebte Urlaubsregion. Von Januar bis Oktober wurden 1.404.505 Übernachtungen in den rund 240 Hotels mit zehn und mehr Betten gezählt. Das waren 4,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Wir haben eine ordentliche Saison hingelegt, aber noch nicht die Zahlen des Spitzenjahres 2012 erreicht“, bilanzierte Klaus Brähmig, Vorsitzender des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz. Am bisherigen Rekordergebnis von 2012 war man aber nah dran. Damals gab es 1.419.629 meldepflichtige Übernachtungen.

Im Vergleich zu anderen Urlaubsregionen in Sachsen ist im Elbsandsteingebirge von einer Tourismusflaute nichts zu spüren. Im Gegenteil: nach Angaben des Tourismusverbandes verzeichnete die Sächsische Schweiz den größten Zuwachs an Übernachtungen im Freistaat. „Alle anderen Regionen und Städte bewegen sich zwischen 7,1 Prozent Verlust (Stadt Chemnitz) und 2,6 Prozent Wachstum (Stadt Leipzig). Der Schnitt für Sachsen liegt bei minus 0,2 Prozent“, teilte der Tourismusverband auf seiner Jahrespressekonferenz am Donnerstag mit.

Als einen Grund für die positive Entwicklung macht Brähmig den Trend zum Inlandstourismus aus: „Insbesondere in der Sommerferienzeit kommen deutlich mehr Familien mit Kindern in die Region.“ Auch die günstige Lage der Herbstferien habe zu einem erfolgreichen Saisonabschluss beigetragen. So wurden im vergangenen Oktober 9,6 Prozent mehr Übernachtungen als im Oktober 2015 registriert.

Ein Sorgenkind bleibt die kalte Jahreszeit. Seit den Anfängen des Tourismus mit den „Schweizreisenden“ vor reichlich 200 Jahren zieht es Urlauber vor allem in den wärmeren Monaten in die bizarre Felsenwelt zum Wandern. „Die Sächsische Schweiz ist die Region mit den größten saisonalen Schwankungen in Sachsen. Auf den Ansturm im Sommer und Frühherbst folgt eine lange Durststrecke mit deutlich weniger Besuchern“, so Brähmig. Ein Blick auf die vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Beherbergungszahlen macht dies deutlich. Im Oktober 2016 gab es 50.618 Ankünfte und 181.910 Übernachtungen, im Januar 2016 waren es mit nur 10.572 Ankünften und 49.520 Übernachtungen weit weniger. Die Zahlen fallen noch geringer aus, lässt man die Rehakliniken in Bad Schandau und Gottleuba außen vor.

 Um die Nebensaison zu beleben, rückt der Tourismusverband den Winter in den Fokus seiner Aktivitäten. Mit einer soeben erschienenen Winterbroschüre sowie auf einer eigenen Webseite www.saechsische-schweiz.de/winter fasst er erstmals Angebote sowie Reise- und Wandertipps für das Winterhalbjahr zusammen. Dort sind unter anderem zu finden, welche Hotels, Restaurants, Ausflugsgaststätten und Bergbauden, Kultur- und Freizeiteinrichtungen geöffnet haben. Zudem unternimmt der Verband in den wichtigen Märkten für die Nationalparkregion wie Berlin und Leipzig nicht nur große Plakatkampagnen für die warme Jahreszeit, sondern im September 2017 auch konkret für die Wintermonate.

Die Belebung der Nebensaison gewinnt in Zeiten des Fachkräftemangels für Hoteliers und Gastronomen immer mehr an Bedeutung. „Personal nur ein halbes Jahr lang zu beschäftigen, geht nicht mehr“, bringt es Sven-Erik Hitzer vom Bio-Hotel Helvetia auf den Punkt. Zum ersten Mal öffnet er sein Haus auch im Januar, Februar und März und macht Schmilka zu einem Winterdorf. Unter Einbeziehung der Schmilkaer Mühle und dem daneben errichteten Badehaus mit Panorama-Sauna bietet er Kurzurlaub mit Wellness, Entspannungsübungen, geführten Wanderungen, Lesungen und abendliche Diners an. Der Hotelier spricht von einem Experiment. „Wir testen, was in dieser Zeit und in unserer Region von Urlaubern angenommen wird“, so Hitzer.

Von Silvio Kuhnert

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