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Umland Rund 700 Pirnaer Schüler beginnen Schuljahr an neuen Interimsstandorten
Region Umland Rund 700 Pirnaer Schüler beginnen Schuljahr an neuen Interimsstandorten
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17:52 03.08.2018
Die Diesterweg-Grundschule zieht in den anliegenden Containerbau. Quelle: Junes Semmoudi
Pirna

Silke Kiesow steckt noch mitten im Umzugsstress. Sie sortiert die Schulmaterialien, schlägt Hefte ein und bereitet ihr neues Klassenzimmer für das kommende Schuljahr vor. Ab dem 13. August unterrichtet die Grundschullehrerin wieder Mathe, Deutsch und Werken – doch nicht mehr im altbekannten Gebäude der Diesterweg-Grundschule, sondern im anliegenden dreistöckigen Containerbau.

Weil die Stadtverwaltung das alte Schulgebäude ab diesem Monat komplett sanieren lässt, bezieht die Grundschule zum Schulbeginn die mobilen Raumeinheiten an der Schillerstraße. Die Stadtverwaltung ließ das Interimsquartier aus 128 Einzelcontainern seit Anfang Juni errichten (DNN berichteten). Nun ist der Umzug fast abgeschlossen. „Ich bin sehr zufrieden mit dieser Übergangslösung. Die Räume sind groß und lichtdurchflutet. Sie bieten eine angenehme Lernathmosphäre“, meint Kiesow.

Bauleute haben die Containerschule auf einer Grundfläche von 756 Quadratmetern montiert. Insgesamt sind 16 Klassenzimmer, ein Mehrzweckraum, ein PC-Kabinett, zwei Werkräume, Lehrerzimmer sowie Sanitäranlagen im Interimsbau untergekommen. Er bietet Platz für 370 Schüler, sie werden voraussichtlich bis Februar 2020 dort unterrichtet.

„Der Pausenhof wird mit Mutterboden aufgefüllt, außerdem werden noch Bänke installiert“, sagt Baufachmann Hans-Jürgen Brandau. Ansonsten sei der Komplex nahezu fertig. Am kommenden Dienstag soll die baubehördliche Abnahme erfolgen, eine Endreinigung findet ebenfalls nächste Woche statt. Die Baukosten für den Auf- und Abbau der Container einschließlich der Mietkosten für den Zeitraum von zwei Schuljahren betragen fast zwei Millionen Euro.

Auch das Personal der Oberschule „Johann Heinrich Pestalozzi“ muss derzeit einen Umzug bewerkstelligen, allerdings auf die andere Elbseite: Die 320 Oberschüler besuchen ab dem kommenden Schuljahr den Altbau an der Nicolaistraße, während ihr Stammgebäude in Pirna-Copitz umfassend saniert und erweitert wird. In gut einer Woche ziehen die Schüler in das rund 100 Jahre alte Schulhaus ein. Bis 2020 soll das altehrwürdige Schulgebäude als Übergangsquartier für die Pestalozzi-Oberschule dienen. Auch der Diakonie-Hort, für den weiterhin ein neuer Standort gesucht wird, bezieht den Bau interimsmäßig.

Insgesamt ließ die Stadt seit März 13 Klassenzimmer und zehn Fachkabinette herrichten. So entstanden unter anderem eine Lehrküche, ein Raum für die Holzbearbeitung, ein Nähkabinett und ein Computerraum. „Alle Fachkabinette wurden quasi in der Oberschule demontiert und am neuen Standort wieder aufgebaut“, so Brandau. Die ehemalige Aula hält künftig als Lehrerzimmer her.

Experten prüften und modernisierten zudem die Rettungswege sowie die Entrauchungsanlage, gleiches geschah mit sämtlichen Medienanschlüssen. Die Außenanlagen des Altbaus bleiben im Bestand, heißt es von der Stadt. Die Kosten für die Herrichtung des Gebäudes belaufen sich auf rund 750 000 Euro und werden über die geförderte Maßnahme der Gesamtsanierung finanziert.

Zwischen 2020 und 2022 will die Stadt dann auch das alte Schulbauwerk an der Nicolaistraße sanieren und modernisieren lassen, damit einzelne Etagen auch langfristig von Institutionen, Hort und Vereinen genutzt werden können. Der Stadtrat hat dieses Vorhaben bereits abgesegnet. Das Gebäude befindet sich im Fördergebiet Friedenspark im Programm des städtebaulichen Denkmalschutzes.

Von Junes Semmoudi

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