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Umland Rund 100000 Besucher strömten zu den beiden größten Weinfesten in der Region
Region Umland Rund 100000 Besucher strömten zu den beiden größten Weinfesten in der Region
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21:00 30.09.2018
Auf dem Theaterkarussell von Georg Traber nahmen Weinkönigin Lisa Leinemann (r.) sowie die Weinprinzessinnen, Ann-Kathrin Schatzl (M.) sowie Katrin Hecht Platz und schäkerten mit einem der Musiker Quelle: Silvio Kuhnert
Radebeul/Meissen

Von den frischen deutlich herbstlichen Abendtemperaturen ließen sich Radebeuler und ihre Gäste nicht abschrecken. Von Freitagabend an strömten sie drei Tage lang auf den Dorfanger Altkötzschenbroda, um das 28. Herbst- und Weinfest zu feiern. Rund 50000 Besucher zählten der Veranstalter, das Kulturamt der Lößnitzstadt.

Am Wochenende wurden die Festbesucher tagsüber von Sonnenschein und blauem Himmel verwöhnt, als sie bei den 36 Winzer und Weinbaugemeinschaften in den beiden Weindörfern sowie an den 22 weiteren Weinständen auf dem Festgelände die neuesten Tropfen und Kreationen kosteten oder sich auf Entdeckungstour durch die mehr als 50 sonst meist verschlossenen Höfe aufmachten.

Bei blauem Himmel und Sonnenschein feierten Tausende von Menschen auf den Dorfanger Altkötzschenbroda. Sie feierten von Freitag bis Sonntag das Radebeuler Herbst- und Weinfest. Die DNN zeigen einige Impressionen.

Ein Besuchermagnet war wieder das Internationale Wandertheaterfestival, was zum 23. Mal zeitgleich mit Herbst- und Weinfest stattfand. Unter dem Motto „Viva la Fantasia!“ zeigten 18 Theatergruppen und Solokünstler aus zehn Nationen ihre Inszenierungen. Unter ihnen war Peter Trabner, der im Tatort aus Dresden den Gerichtsmediziner mimt. Er spielte auf der neuen Spielstätte an den Weiden auf der Elbwiese.

Die Gruppe „Divadlo Kvelb“ aus Tschechien ließ am Sonnabendnachmittag einen riesigen Teufel über den Dorfanger tanzen und zauberte in der darauffolgenden Nacht Schmetterlinge, Blumen und andere Gebilde aus Feuer auf der Elbwiese in den Himmel. Nur wenige Meter davon entfernt folgte am Sonntagabend das Finale Grande bei dem traditionell das Labyrinth der Künstlergruppe um Richard von Gigantikow in Flammen aufgeht.

Kurz zuvor wurde der diesjährige Gewinner des Publikumspreises bekannt gegeben. Zu ihrem Liebling wählten die Besucher „Dado““ aus Kanada. Mit seiner Inszenierung „Classic“ begeisterte der stille Clown die Zuschauer mit seiner Situationskomik. Als sympathischer, buckliger Onkel eroberte er feinfühlig und mit kleinsten Gefühlsregungen sowie mit skurrilen Utensilien, z.B. Gummihandschuh-Dudelsäcken, die Herzen des Publikums. Eine große lachende Menschentraube versammelte sich um die Lounge auf der Streuobstwiese – dem Spielort Dados. Wer seine Auftritte verpasst hat, für den bietet sich beim kommenden Weinfest in zwölf Monaten eine neue Gelegenheit. Beim Festival ist es Tradition, dass der Sieger aus dem Vorjahr wieder mit dabei ist.

Ebenfalls rund 50000 Besucher lockte das wenige Kilometer elbabwärts gelegene Weinfest in Meißen an. „Ich habe überall in freudige und lachende Gesichter geschaut“, sagte Uwe Reichel, Vorsitzender des Gewerbevereins, der das dreitägige Fest mit rund 30 Bühnen organisierte. Durch die in diesem Jahr sehr frühe Lese, standen die Weinbauer nicht mehr im Erntestress, sondern konnten selbst entspannt und gelassen feiern. Ein Höhepunkt war der Festumzug am Sonntag mit über 40 Bildern und über 1000 Mitwirkende zum Thema Wein.

Wer am Samstagabend über das Meißner Weinfest schlendern wollte, kam ums Kuscheln mit Fremden nicht herum. Auf der Elb- und Burgstraße sowie dem Markt herrschte dichtes Gedränge. Weinselig wurde es am Weinladen in Elbstraße, wo ganzjährig Tropfen der meisten sächsischen Winzer angeboten werden. Unweit des Heinrichsplatzes schenkte das Weingut Schabehorn aus. Am Freitag sei es zwar schleppend angelaufen, mit der Nachfrage am Sonnabend sei man aber zufrieden gewesen, hieß es am Stand. Winzer Daniel Schabehorn sagte, zeitweise wurde es richtig stressig. Besonders gefragt sei der Bacchus Kabinett gewesen, ein bukettreicher Wein, der selbst Freunde halbtrockenen Rebsaftes habe überzeugen können, so Schabehorn.

Seine Trümpfe spielt das Meißner Weinfest aber abseits des Trubels in den verwinkelten Altstadtgassen aus. Im vom Rothen Gut bewirtschafteten Hof in der Lorenzgasse 6 begeisterten die Musiker Manuel Süß und Thomas Jaschke die Gäste. Die beiden jungen Musiker aus Meißen und Coswig formieren sich gerade als Duo mit Covermusik für fast jeden Geschmack. Süß ist als Alleinunterhalter im Elbland kein Unbekannter, Jaschke gibt ihm mit seiner Stimme nochmals Schub. Es sei ihr erster gemeinsamer Auftritt vor so großem Publikum gewesen, sagten sie.

Von Silvio Kuhnert und Lars Müller

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