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Ruinen der Schuhfabrik Meißen kommen bald weg

Ruinen der Schuhfabrik Meißen kommen bald weg

Meißen. Die Ruinen auf dem Gelände der ehemaligen Schuhmanufaktur in der Hermann-Grafe-Straße in Meißen sollen bald abgerissen werden. Der Stadtrat der Domstadt hatte mehr als 170 000 Euro dafür zur Verfügung gestellt.

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Verfallene Gebäude der alten Schuhfabrik Meißen werden bald abgerissen. Der wuchtige frühere Verwaltungsbau (Mitte) bleibt jedoch vorerst stehen.

Quelle: Stephan Klingbeil

Von Stephan Klingbeil

Doch erst mit den vom Freistaat bewilligten knapp 512 000 Euro an Zuschüssen aus dem "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) können Abriss, Altlastenprüfung und Sanierung starten. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) überreichte gestern den Scheck. "Das Geld ist gut angelegt, weil der Schandfleck nun endlich verschwinden kann", sagte er. "Nach dem Abriss der Ruinen hier erfährt die Gegend eine Revitalisierung."

Seit 2000 stehen auf dem Areal Produktionshallen leer. Die heute marode Schuhfabrik wurde 1911 von Firmengründer Herbert Möbius errichtet, nach 1945 in VEB Meißner Schuhfabrik umbenannt. Vor allem für den Export bestimmte, hochwertige Herrenschuhe wurden dort angefertigt. 1995 wurde die Produktion eingestellt.

Was künftig auf der Industrie-Brache entsteht, ist noch offen. "Finanziert wird mit dem Geld nur der Rückbau", sagte Rathaus-Sprecherin Inga Skambraks. Die Stadt wolle kostenintensive Schäden durch immer wieder auftretenden Vandalismus fortan vermeiden. Zudem wird das Areal für Gewerbe entwickelt.

Über 10 000 Quadratmeter stünden auf dem Abschnitt des Geländes rund um den Schornstein für Neuansiedlungen parat. Zuerst müssen aber die dortigen Werkshallen, die Lkw-Garagen, eine Gasverteilerstation und kleinere Bauten weichen. Auch der große Schornstein soll weg. Er neigt sich schon und droht einzustürzen. Das Areal ist abgesperrt.

Noch dieses Jahr solle der Abriss starten, sagte Amtsleiter Martin Raupp von der Wirtschaftsförderung Meißen. Geplant sei, die Freiflächen 2013 zu vermarkten. "Wir hoffen natürlich, dass wir im Hinblick auf etwaige Altlasten während der anstehenden Arbeiten keine bösen Überraschungen erleben."

Sicher ist aber schon, dass das frühere große Verwaltungsgebäude am Eingang des einstigen Schuhfabrik vorerst stehen bleibt. Auf neue Nutzer hofft Meißen zwar, doch eine Sanierung wäre teuer.

In den Nachbar-Gebäuden herrscht indes wieder Betrieb. Dort sind Unternehmen angesiedelt. In der zentralen Werkshalle richtet sich die Druckerei "Wandmotiv24 Meißen" ein. Das Gebäude daneben soll an einen der Pächter verkauft werden, die Firmen bleiben. Kürzlich verkauft wurde schon das jetzt grün gestrichene Gebäude am Eingang. Dort öffnete vor Jahren die in dem Gewerbegebiet Meißen-Ost belieb- te Kantine "Manus Speiseservice". Betriebswohnungen wurden dort ebenfalls eingerichtet.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.11.2012

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