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Richtkrone weht über Radebeuls Krankenhaus-Anbau

Elblandklinikum Richtkrone weht über Radebeuls Krankenhaus-Anbau

Bei der Erweiterung des Krankenhauses in Radebeul hat das Elblandklinikum eine wichtige Etappe erzielt. Der Rohbau für den neuen Westflügel steht und das Richtfest wurde gefeiert.

Richtfest am Elblandklinikum in Radebeul: Zimmerer Ronny Aleithe trug den traditionellen Richtspruch zum Abschluss der Rohbauarbeiten vor.

Quelle: Silvio Kuhnert

Radebeul. Beim 11,6 Millionen Euro teuren Anbau hat das Elblandklinikum Radebeul ein wichtiges Etappenziel erreicht. Der Rohbau des künftigen Westflügels steht. Die Arbeiten für den Innenausbau können beginnen. „Wir sind mit dem Bau gut vorangekommen“, sagte Elblandkliniken-Chef Frank Ohi während des Richtfestes am Freitagnachmittag. Das Dach ist drauf, das Haus ist dicht. Ein „Meilenstein“ sei geschafft, führte er weiter aus. Im Dezember dieses Jahres soll der Erweiterungsbau wie geplant fertig sein.

Der neue Gebäudeflügel ist dreigeschossig und weist eine Gesamtfläche von 5664 Quadratmetern auf. Im Erdgeschoss wird sich künftig die Notfallaufnahme und in den beiden Obergeschossen das Brustzentrum, die Senologie, befinden. Nach der Fertigstellung des neuen Bereiches soll sich die Versorgungsqualität für Brustkrebspatientinnen spürbar verbessern.

In seinem Grußwort zum Richtfest wies Radebeuls OB Bert Wendsche (parteilos) auf zwei Jubiläen in diesem Jahr hin. Zum 170. Mal jährt sich die Eröffnung der ersten Krankenstation auf dem Gebiet der Lößnitzstadt. Sie befand sich im sogenannten Steinernen Haus auf dem heutigen Klinikareal. „In dem Gebäude ist jetzt die Augenabteilung untergebracht“, informierte das Stadtoberhaupt. Ab 1863, also vor 155 Jahren, übernahm die Diakonissenanstalt zu Dresden die Station. Im ersten Jahr kümmerten sich damals zwei Diakonissinnen um Kranke. „Heute zählt das Klinikum rund 400 Mitarbeiter und 315 Betten“, sagte Wendsche.

Der Anbau ist Teil einer 25 Millionen Euro umfassenden Großinvestition in den Radebeuler Krankenhausstandort. Die Arbeiten am neuen Westflügel bilden den ersten Bauabschnitt. Im kommenden Jahr beginnen als zweiter Abschnitt umfangreiche Umbauten im Hauptgebäude. Zu den vier vorhandenen Operationssälen kommen zwei weitere hinzu. Die Cafeteria wird vom Ober- ins Erdgeschoss verlagert und das Foyer neu gestaltet. Alle Drei- werden zu Zweibettzimmern umgebaut. In 2020 sollen alle Bauarbeiten im Klinikum abgeschlossen sein.

Die Investitionen in den Radebeuler Standort wurden notwendig, um im Wettbewerb mit den Kliniken in der benachbarten Landeshauptstadt Schritt halten zu können und nicht Patienten nach Dresden zu verlieren. Das vergangene Jahr haben die Elblandkliniken – zu dem Verbund gehören noch die Krankenhäuser in Riesa, Meißen und Großenhain – mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. „Wir haben keine roten Zahlen geschrieben“, berichtete Kliniken-Chef Ohi. Konkrete Zahlen wollte er zum Richtfest jedoch noch nicht verraten, weil die Rechnungsprüfer noch an der Jahresbilanz für 2017 arbeiten.

Die Elblandkliniken investieren nicht nur in Radebeul. In Riesa entsteht für 55 Millionen Euro ein Neubau. Zudem fließt ein siebenstelliger Betrag in die neue Notfallaufnahme in Meißen.

Von Silvio Kuhnert

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