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Räuberischer Diebstahl: "Wildwest" im stillen Moritzburg

Räuberischer Diebstahl: "Wildwest" im stillen Moritzburg

hatten sich auf ihren Einbruch gut vorbereitet, Tage zuvor ein fremdes Nummernschild gestohlen und an ihren Wagen montiert und die Rückscheiben des Autos mit Folie beklebt, so dass man nicht hineinschauen konnte - aber Kommissar Zufall vermasselte ihnen die Tour.

und Christopher K. Wegen schweren räuberischen Diebstahls, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter Körperverletzung mussten sie sich nun vor dem Landgericht verantworten. Das diebische Duo soll, so die Staatsanwaltschaft, in ein Einfamilienhaus eingedrungen sein, Gegenstände im Wert von 25 000 Euro in ihr Auto gepackt und auf der Flucht fast einen Polizeibeamten angefahren haben.

Die Kötschenbrodaer Straße in Moritzburg ist eigentlich eine ruhige Straße - am 27. Februar dieses Jahres ging es dort allerdings heiß her, da fielen sogar Schüsse. Mirko H. und Christopher K. hatten gegen Mittag beobachtet, dass eine Familie ihr Haus verließ. Sie öffneten das Tor zum Grundstück, fuhren mit ihrem Auto in die Garage, brachen dann die Haustür auf und durchwühlten die Räume und Schränke nach Stehlenswertem. Sie packten Kleidung, Schmuck, Kameras, Uhren, Markenparfüms, Fernseher, Computerspiele, 2000 Euro Bargeld, selbst Pfandbriefe und Reisepässe in ihr Auto, um damit wegzufahren.

Allerdings hatten sie die Rechnung ohne den Opa der Familie gemacht. Der fuhr zufällig an dem Haus vorbei, bemerkte die aufgebrochenen Türen und das fremde Auto in der Garage und alarmierte die Polizei. "Einer der Beamten ging zur Hintertür, der andere zur Vordertür", sagte Karl-Heinz D. "Plötzlich ging die Garagentür auf und das Auto fuhr zügig rückwärts raus und rammte den Torflügel. Die Polizisten forderten die Männer mehrmals auf anzuhalten und auszusteigen, aber die wendeten und fuhren weiter. Dann wurde auf die Reifen des Autos geschossen." Die Männer fuhren weiter, am Campingplatz Sonnenland war der Reifen platt und das Auto blieb im Schnee stecken. Die beiden Angeklagten flüchteten zu Fuß, wurden aber wenig später festgenommen. Sie saßen zunächst in U-Haft und derzeit wegen anderer Delikte in Strafhaft. Den Diebstahl gaben die 23 und 24 Jahre alten Angeklagten zu, den Angriff auf den Polizisten wiesen sie zurück. Sie seien in Panik davongefahren, als geschossen wurde, ließen sie ihre Anwälte verkünden.

Drei bis vier Schüsse sollen gefallen sein. Allerdings haben die offenbar nicht, wie der Zeuge aussagte, nur die Reifen getroffen. An dem Auto wurden weitere Einschussstellen gefunden und Christopher K. erlitt eine Schussverletzung am Bein. Gegen den Beamten wird gesondert ermittelt, deshalb konnte er, was die Schüsse betrifft, bei seiner gestrigen Vernehmung von seinem Auskunftsverweigerungsrecht Gebrauch machen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.09.2013

ml

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