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Radebeuls Traditionsbahner starten am Faschingssonntag in die diesjährige Saison

Lößnitzdackel Radebeuls Traditionsbahner starten am Faschingssonntag in die diesjährige Saison

Der Traditionsbahnverein Radebeul hat den Umzug in die neue Vereinsgeschäftsstelle im ehemaligen Elektrizitätswerk Niederlößnitz vollzogen. Dort richten die Vereinsmitglieder derzeit einen historischen Waggon für ihre Traditionsfahrten her. An zehn Wochenenden kommt ihre Schmalspurbahn in diesem Jahr zum Einsatz.

In ihrer neuen Werkstatt im ehemaligen Elektrizitätswerk restaurieren die Traditionsbahner gegenwärtig einen historischen Personenwaggon.

Quelle: Traditionsbahn Radebeul

Radebeul. Der Umzug ist geschafft: Im ehemaligen Elektrizitätswerk im Lößnitzgrund hat der Verein Traditionsbahn Radebeul eine neue Heimat gefunden. Nach der Kündigung des Mietvertrages mussten die Traditionsbahner ihren ursprünglichen Sitz in der früheren Güterabfertigung im Bahnhof Radebeul-Ost verlassen. Sie sind jetzt auf dem Areal Lößnitzgrundstraße 46–48 anzutreffen. „Dienstag (9-18 Uhr), Donnerstag (9-13 Uhr) und Freitag (8-12 Uhr) sind die neuen Räumlichkeiten auch für die Öffentlichkeit zugänglich“, teilte der Verein mit.

Die Traditionsbahner pflegen das Erbe der Schmalspurbahn. In die diesjährige Saison starten sie am 11. Februar. Am Faschingssonntag rollt ein Sonderzug nach Radeburg zum Straßenkarneval. „Ein Sonderfahrplan auf der gesamten Lößnitzgrundbahn wird dazu in Kraft treten“, informierte der Verein, damit Faschingfans wieder zum größten Karnevalsumzug in Sachsen hin und zurück gelangen.

In diesem Jahr wird der Traditionszug an zehn Wochenenden fahren. Höhepunkte sind die Fahrten zum Karl-May-Fest im Lößnitzgrund im Mai sowie die Mitwirkung am Schmalspurbahn-Festival im September. Anschließend im Oktober plant der Verein einen „Tag der offenen Tür“ in seiner Betriebsstelle im Radeburger Bahnhof mit Lokschuppenbesichtigung und Draisinenmitfahrten – beispielsweise mit der SKL Bauart „Oberdittmannsdorf“, einem historisch wertvollen Einzelstück.

Bei den Traditionsfahrten kommt der zweiachsige Personenwagen 235K zum Einsatz. „Er ist einer von ganz wenigen erhaltenen seiner Art aus der Anfangszeit der sächsischen Schmalspurbahngeschichte und wurde in den letzten Jahren aufwändig von der IG Verkehrsgeschichte Wilsdruff aufgearbeitet“, berichtete der Traditionsbahnverein, dessen Mitglieder derzeit selbst in ihrer Freizeit in der neuen Werkstatt stehen. Dort sind sie dabei, einen historischen Waggon der IV. Klasse mit Holzbänken zu entkernen und ihn wieder in sein Originalerscheinungsbild zu versetzen. Für den Wiederaufbau bittet der ehrenamtlich arbeitende Verein um Spenden auf folgendes Konto: Sparkasse Meißen; IBAN: DE11 8505 5000 3000 0250 99; BIC: SOLADES1MEI; Verwendungszweck: „Spende Wagen 970-269“.

Von Silvio Kuhnert

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