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Radebeuls Stadtrat stimmt trotz Elternkritik für Campuslösung

Schulstandort Kötzschenbroda Radebeuls Stadtrat stimmt trotz Elternkritik für Campuslösung

Grund- und Oberschule in Kötzschenbroda sollen einen Schulcampus erhalten. Das hat der Radebeuler Stadtrat beschlossen. Die Entscheidung stößt auf Kritik.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Radebeul. Der Schulstandort Kötzschenbroda soll nach dem Willen des Radebeuler Stadtrates einen neuen Schulcampus bekommen. Mit einem Grundsatzbeschluss votierten die Räte bei einer Gegenstimme für den Bau einer neuen Oberschule. Die Grundschule bekommt einen Anbau. Und in das jetzige Oberschulgebäude zieht der Hort ein.

Die Pläne stoßen auf ein geteiltes Echo. Während alle Stadtratsfraktionen diese Lösung lobten, kam vom Elternrat der Grundschule Kritik. Die Konzentration von drei Gebäuden an einem Standort gehe zulasten des Außengeländes. „Sie lässt zu wenig Bewegungsflächen zu“, befürchtet Karsten Janz, stellvertretender Elternsprecher.

Nach Meinung der Elternschaft haben vor allem die Hortkinder das Nachsehen. Sie sind derzeit im Schulgebäude an der Wilhelm-Eichler-Straße untergebracht. Mit dem Umzug an die Harmoniestraße ginge ein Gelände von 9000 Quadratmetern verloren, während am neuen Standort das Außengelände schon jetzt zum größten Teil für den Schulsport genutzt werde. „Das ist kein Schulhof, sondern ein Sportplatz in erster Linie“, lautet die Kritik des Elternrates. Die Eltern fragen sich, wie auf den Freiflächen künftig der Hort noch Platz für seine Aktivitäten finden soll.

In der Debatte um die Schullandschaft in Kötzschenbroda war auch ein Umzug der Grundschule in das Schulgebäude an der Wilhelm-Eichler-Straße im Gespräch. Das Objekt nutzt ebenfalls der Evangelische Schulverein. Wenn der städtische Hort ausgezogen ist, soll das Haus zum Evangelischen Schulzentrum mit Grund- und Oberschule werden. „Warum werden freie Träger in so großem Maße unterstützt, wenn es für kommunale Einrichtungen nur Minimallösungen gibt?“, fragte der Elternrat in einem Positionspapier, das er auf der Stadtratssitzung am Mittwochabend verteilt hatte.

Den Vorwurf, die Stadt würde freie Schulträger bevorzugt behandeln, wies OB Bert Wendsche (parteilos) entschieden zurück. Mit dem jetzt gefassten Grundsatzbeschluss, „können wir beide Schulprobleme, Grundschule und Oberschule, zeitgleich lösen“, führte er aus, „und beide baulich bis 2021 realisieren.“

Am jetzigen Schulstandort in Kötzschenbroda an der Harmoniestraße teilen sich Grundschule und Oberschule mit einer Turnhalle ein Grundstück von rund 5900 Quadratmetern Größe. Beide Schulgebäude entsprechen sowohl vom Raumprogramm als auch vom Brandschutz her nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit. Auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie kamen Verwaltung und Stadtrat zur Überzeugung, dass die beste Lösung sei, wenn die Oberschule für rund zehn Millionen Euro einen Neubau auf zwei städtischen Grundstücken (zusammen rund 4340 Quadratmetern) zwischen Harmoniestraße und Hermann-Ilgen-Straße bekomme und die Grundschule für über eine Million Euro um einen Anbau erweitert werde. „Das ist keine Minimallösung“, meinte Wendsche. Und bei einem Umzug der Kötzschenbrodaer Grundschule an die Wilhelm-Eichler-Straße wären dort Außenflächen für einen Turnhallenbau verloren gegangen, gab er weiter zu bedenken. Er versprach den Eltern, die Planungen zur Gestaltung des Außenareals parallel zum Schulhausneubau einzuleiten.

Von Silvio Kuhnert

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